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Neue Details zum Esel-Unglück in Fischenthal bekannt

Auf der Gedenktafel, die am Eselstall auf der Alp Tierhag hängt, leben Lucy und Sancho weiter.

Foto: PD

Neue Details zum Esel-Unglück in Fischenthal bekannt

Nach dem Fund von Lucy und Sancho

Das Rätsel um die Esel Lucy und Sancho ist geklärt. Über den Unglückshergang weiss man hingegen wenig. Bekannt ist einzig: Dass die Suche erfolglos blieb, ist nicht erstaunlich.

Die Nachricht vom Tod der beiden Fischenthaler Esel Lucy und Sancho bewegte die Gemüter. Ende November wurden die Überreste der Tiere, die zur Alpwirtschaft Tierhag gehörten, gefunden. Auch wenn die Geschichte damit vorerst ein Ende fand, bleibt ein grosses Fragezeichen: Wie verunglückten die Esel wirklich?

Bis zum Fund war man nämlich fest davon ausgegangen, dass die Tiere gestohlen wurden. Ein Absturz schien lange unwahrscheinlich, da man keine Kadavergerüche oder aasfressende Tiere wahrgenommen hat.

Auf Facebook, wo der Post über den Fund der toten Esel inzwischen über 150-mal geteilt wurde, suchten einige Nutzerinnen und Nutzer nach Erklärungen für den Absturz.

Eine Userin, die laut ihrem Kommentar beruflich mit Eseln zu tun hat, ist sich sicher, dass die Tiere in die Flucht getrieben wurden und dadurch die Felswand hinabstürzten. Esel seien nämlich sehr intelligent und wüssten genau, wenn sie in Gefahr seien.

Kantonspolizei zweifelte an Diebstahl

Der Wildhüter, der die Überreste der Esel fand, möchte sich gegenüber den Medien nicht äussern. Klar ist lediglich, dass dieser nach dem Fund die Kantonspolizei alarmierte.

Da gewisse Verdächtigungen im Raum standen, wurden Befragungen durchgeführt.

Carmen Surber, Mediensprecherin Kantonspolizei Zürich

Auch dort war man bis zum Fund von einem Diebstahl ausgegangen, zumal Besitzerin Anita Walker auch Anzeige erstattet hatte. Es hätten immer gewisse Zweifel daran bestanden, dass die Esel gestohlen wurden, sagt Carmen Surber, Mediensprecherin der Kantonspolizei Zürich.

Man habe den Umstand allerdings nicht ausschliessen können und habe deshalb ermittelt. «Da gewisse Verdächtigungen im Raum standen, wurden Befragungen durchgeführt», erklärt Surber. «Konkrete Anhaltspunkte ergaben sich daraus aber keine.» Die mit Chip gekennzeichneten Esel wurden im Polizeifahndungssystem als gestohlen ausgeschrieben.

Entsprechend hat die Kantonspolizei die Diebstahlanzeige und die Ausschreibung der Esel nach dem Fund zurückgenommen. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung, wie sie die Facebook-Nutzerin vermutet, gibt es laut Sprecherin Surber keine.

Absturzstelle bleibt geheim

Für einen Absturz spricht zudem das schlecht zugängliche Gelände, in dem die toten Esel gefunden wurden. «Am Ort der Absturzstelle befindet sich eine hohe und steile Nagelfluhwand, über die die Esel abgestürzt sein müssen. Das stark bewaldete Gebiet rund um die Strahlegg ist mit ihren diversen Tobeln, Giessen und Nagelfluhwänden sehr unzugänglich und gefährlich», erklärt Surber.

Dass in diesem Gebiet vermisste Tiere oder auch Menschen trotz intensiver Suche nicht gefunden würden, sei daher nicht ungewöhnlich.

Wo genau die Esel abstürzten, bleibt offen. Hinweise zur Absturzstelle sind zwar bekannt. Öffentlich preisgeben wollte dieses Detail aber niemand.

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