Das Buch «Feld, Flarz, Fabrik – Das Zürcher Oberland im Wandel» überrascht schon auf dem Cover: Da bringt ein Storch eine Fabrik in eine Hügellandschaft – gemeint ist natürlich Tösstal und Zürcher Oberland. In 20 kurzen Kapitel geht es nachher durch die neuere Geschichte.
Da ist vom Flarz als Wohn- und Arbeitsort die Rede, vom Jahr ohne Sommer 1817 und der Hungerkrise im Zürcher Oberland, vom Aufbruch ins Maschinezeitalter, von Königen und Baronen. Aber auch von Fabrikarbeitern und Kinderarbeit, von Schule, vom Essen und Trinken samt «Türggenmuss», also Polenta, von der Eisenbahn und vom Fabrikgesetz.
Die Texte sind kurz und einfach gehalten, die Bilder stehen oft im Mittelpunkt. Fast überall dringen aber lustige Figuren durch, die der Illustrator Sergio Lievano hineingezeichnet hat: Da schwimmt ein Comic-Männlein durch den Weiher, im Webstuhl hat sich eine gezeichnete Katze verfangen, eine bunte Familie marschiert quer über die Seite oder vor der Fabrik stehen Spielzeugpolizisten
Ein jugendliches Publikum ansprechen
Motor des Projekts ist der ehemalige Sekundarlehrer Hanspeter Eckhardt aus Bäretswil – er hat einen grossen Teil seines Lebens in der Region verbracht und wirkte bereits 1960 an seiner ersten Lehrerstelle in Dürstelen ob Hittnau. Seit vielen Jahren ist er auch in der Gruppe Wasserkraft und Arbeit des Textilmuseums Neuthal engagiert.

