Vor Maur dümpelt ein Fischerboot, und aus dem spiegelglatten Wasser steigen Nebelfetzen in den Herbstmorgen. Regungslos hocken am Ufer Dutzende Kormorane auf kahlen Bäumen und schauen auf den See hinaus. Die schaurig-schöne Szenerie könnte von Hitchcock sein.
Als sich Greifensee-Ranger Niklas Göth mit seinen zwei Begleitern von ausserhalb der Schutzzone nähert, beginnen die Vögel mit einem Murren, das in ein Schimpfen übergeht, je näher die drei kommen. «Jetzt bellen sie wieder», sagt Göth.
Dann fliegt der erste Vogel auf, und einer nach dem anderen tut es ihm gleich. Innert Sekunden sind die Bäume leer gefegt. Die schwarzen Vögel ziehen krächzend eine Runde und rauschen dann hinüber zum Aaspitz, am Ostende des Sees.
Göth hat mit seinen vier Ranger-Kollegen die Naturschutzvorschriften um den See durchzusetzen. Leute aus den Schutzzonen holen, die Fischer kontrollieren, Hundehalterinnen an die Leinenpflicht erinnern.

