«Doch, doch, manchmal fluche ich also richtig laut», gibt Elsbeth Meier zu. Gerade eben hat sie beim Bahnhof Kempten mit ihrer silbrigen Greifzange eine grosse braune PET-Flasche aus dem Gras gezogen und in den Einkaufswagen gelegt.
Ihr Blick ist traurig. «Es beelendet mich, wenn ich sehe, wie die Menschen mit der Natur umgehen.»
Auf der anderen Strassenseite läuft eine Frau mit ihrem Hund vorbei. Sie mustert die Szenerie, sieht den Journalisten und den Fotografen. «Frau Meier, werden Sie jetzt berühmt?», ruft sie und winkt freundlich.
Elsbeth Meier hebt den Kopf und grüsst strahlend zurück. Dann sagt sie: «Wissen Sie, die Hündeler sind sehr dankbar für das, was ich tue. Und das gibt mir unglaublich viel.»

