Abo

Gesellschaft

Eine Rentnerin säubert Wetzikon - auf eigene Faust

Seit rund zwei Jahren zieht Elsbeth Meier mit ihrer Abfallzange und einem Einkaufswagen durch Wetzikons Strassen. Eine Geschichte über eine Frau, die ihre Mitmenschen zum Nachdenken bringen will.

«Doch, doch, manchmal fluche ich also richtig laut», gibt Elsbeth Meier zu. Gerade eben hat sie beim Bahnhof Kempten mit ihrer silbrigen Greifzange eine grosse braune PET-Flasche aus dem Gras gezogen und in den Einkaufswagen gelegt.

Ihr Blick ist traurig. «Es beelendet mich, wenn ich sehe, wie die Menschen mit der Natur umgehen.»

Auf der anderen Strassenseite läuft eine Frau mit ihrem Hund vorbei. Sie mustert die Szenerie, sieht den Journalisten und den Fotografen. «Frau Meier, werden Sie jetzt berühmt?», ruft sie und winkt freundlich.

Elsbeth Meier hebt den Kopf und grüsst strahlend zurück. Dann sagt sie: «Wissen Sie, die Hündeler sind sehr dankbar für das, was ich tue. Und das gibt mir unglaublich viel.»

Seit zwei Jahren unterwegs

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.