Es ist ein nebliger Morgen am Bachtelweiher. Der Walder Schriftsteller Nicolas Lindt und die Bauingenieurin Silvia Schoch Keller stehen ratlos am trüben Tümpel. Er ist alles, was vom schönen Weiher übrig geblieben ist. Schon vor zwei Jahren haben Lindt und Schoch Keller mit anderen Oberländern die IG Bachtelweiher gegründet.
Die beiden machen sich Sorgen, dass ihr geliebtes Naherholungsgebiet so saniert und renaturiert wird, dass man hier in Zukunft auch nicht mehr baden darf. Momentan ist durch den Nebel nur ein trauriges Loch aus Schlamm zu sehen.
Der Weiher als Geheimtipp
Es sei nichts falsch daran, dass man achtsam mit der Natur umgehen wolle. «Mich beschleicht nur manchmal das Gefühl, dass wir hier in Wald wiedergutmachen müssen, was im Grossraum Zürich sonst alles verbaut wird », sagt Lindt. Die Sanierung und die unnötige Verzögerung sei ein Eingriff für die Menschen, die sich hier gerne aufhielten. Auch der Weg rund um das heutige Schlammloch darf momentan nicht mehr betreten werden.
«Man konnte die Badenden an zwei Händen abzählen.»
Silvia Schoch Keller, Bauingenieurin

