Gesellschaft

Der schwerste Kürbis kommt aus Esslingen

Ein Esslinger schaffte es auf dem Bächlihof in Jona zuoberst aufs Podest und ist mit seinem Kürbis Schweizermeister. Doch nicht nur gigantische Kürbisse zogen die Blicke auf sich – auch andere Gemüsesorten sorgten für purzelnde Rekorde.

Der schwerste Kürbis kommt aus Esslingen

Der Dauerregen auf dem Bächlihof in Jona stellte die Organisatoren der 9. Schweizermeisterschaft im Kürbis- und Gemüsewiegen vor eine Herausforderung. Vor jedem Wiegen mussten die Kürbisse nicht nur überprüft, sondern auch sorgfältig getrocknet werden. Schliesslich sollte nur das Gewicht des Gemüses gewogen werden und nicht das Regenwasser, dass sich in Pfützen in den Rillen sammelte.

Weniger mit dem Regenwasser als vielmehr mit der Gesundheit ihrer Kürbisse kämpften die Teilnehmenden. 24 orange Riesen waren angemeldet, nur 16 davon schafften es schliesslich auf die Waage. Einige waren zwischen Anmeldung und Anlass verfault, andere gingen beim Transport kaputt und jener von Jurypräsident Matthias Leuenberger musste wegen eines zu grossen Lochs disqualifiziert werden, heisst es in einer Mitteilung der Organisatoren.

Viele Kürbisse – aber keine Rekorde

Die 499 Kilogramm des Siegerkürbisses von Florian Isliker hören sich zwar nach viel an – immerhin lassen sich daraus gut 7000 Portionen Kürbissuppe kochen – zum Schweizer Rekord fehlt dem Esslinger aber ein ganzer Kürbis. Der Rekordkürbis aus dem Jahr 2014 schlägt mit 953,5 Kilogramm zu Buche.

Mit einem Mehrgewicht von 40 Kilogramm – also fast 600 Portionen Kürbissuppe – distanzierte Florian Isliker seinen Kontrahenten auf dem zweiten Platz nur knapp. Die 400-Kilo-Marke knackten nämlich die meisten Kürbisse.

Beim Gemüse hagelte es Rekorde 

Und als wäre dieser Sieg nicht genug, trumpft Florian Isliker auch beim Gemüse auf. Sein Sonnenblumenkopf ist mit den 73,3 Zentimetern nicht nur der grösste an diesem Tag, er übertrifft damit den Europarekord aus dem Jahr 2015 von Jürg Wiesli um 7,3 Zentimeter. Der Esslinger ist nicht der einzige, der an diesem Samstag mehrere Siege feiern kann.

Guido Oberholzer mit seiner Mammut-Rande.

Kürbisjuror Matthias Leuenberger hatte mit seinem orangen Riesen zwar Pech, dafür darf sich der Berner über die schwerste Aubergine mit 2,121 Kilogramm, den schwersten Feldkürbis mit 55,6 Kilogramm und die schwerste Melone mit 34,4 Kilogramm freuen.

Über Rekorde in drei Kategorien darf sich auch Guido Oberholzer freuen, mit seinem Mords-Kohlrabi (17,2 kg), seiner Mammut-Rande (12,885 kg) und seiner normalen Rande (5,338 kg). Und Jürg Wiesli, der alte Züchterhase aus dem Thurgau, brach den Rekord mit einer 224 Gramm schweren Chili.

Keine Kürbissuppe

Die orangen Riesenkürbisse der Sorte «Atlantic Giant» liessen sich zwar zu Kürbissuppe verarbeiten, sie erwartet aber ein anderes Schicksal. Die drei Siegerkürbisse bleiben erst einmal auf dem Bächlihof, wo sie von den Besuchenden bis zum 5. November bestaunt werden können. Dann werden die Kürbisse «geschlachtet», schreiben die Organisatoren in der Mitteilung weiter, damit die Züchter an ihre Samen kommen. 

(muc)

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