Vier Jahre ist es her, seit ich in einer Kolumne über die Geheimnisse der Handtaschen von Frauen geschrieben habe. Ich fürchtete damals, ich würde einen Shitstorm auslösen, weil ich mich über den intimsten Intimbereich von Frauen, nämlich den Inhalt der Taschen, auslasse.
Ich hatte Glück, das Schlimmste blieb aus, im Gegenteil, ich erhielt Zustimmung von beiden Geschlechtern: «Ja, so ist es».
Unterdessen ist viel Wasser die Töss hinuntergeflossen. Während ich damals von grossen Accessoires ausgegangen bin, sind wir in einer Zeit angekommen, in der Sparen, also verkleinern in jeglicher Hinsicht, erforderlich ist. Also sind aus Handtaschen – das Bild zeigt es – Handtäschchen geworden.
In allen Farben, je nach Lust und Laune der Trägerin. Platz für Inhalt braucht es kaum mehr, seit Corona zahlt man meist mit einer flachen Karte. Lippenstift und Eyeliner sind ebenfalls nicht gross, das Gebot der Stunde kann also leicht erfüllt werden, Mass halten wird leicht gemacht.
Dass das Wichtigste in einem kleinen Täschchen Platz hat, zeigt ein kurzer Film der vor Kurzem verstorbenen Queen Elizabeth II. Darin trinkt sie Tee mit dem putzigen Paddington Bär, der populären Kinderbuchfigur.

