Markus Ryffel ist dieser Tage ein vielbeschäftigter Mann. Der Organisator des Greifenseelaufs steckt zwei Tage vor dem 43. Startschuss des Grossanlasses in den letzten Zügen der Vorbereitungen.
Doch am Telefon merkt man davon nichts. «Selber Mitlaufen? Wissen Sie, in meiner Funktion liegt das leider zeitlich nicht drin», antwortet er höflich. Es ist eine dieser Fragen, die er als Kopf und Aushängeschild schon hunderte Male gehört haben muss.
Schliesslich hat der ehemalige Spitzenläufer und Olympia-Silbermedaillengewinner von 1984 diesen Lauf zusammen mit seinem Bruder Urs einst aus der Taufe gehoben, 42 Mal ausgetragen und zu einer Art «Brünigschwinget» der Laufszene gemacht: ein mittelgrosser, einzigartiger Wettkampf mit überdurchschnittlich viel Prestige und Ausstrahlung.
Der in Uster aufgewachsene Ryffel lebt zwar seit 50 Jahren in Bern, kennt auf «seiner Strecke» aber jeden Zentimeter – im wahrsten Sinne des Wortes.
«Ich bin in meiner Karriere 200'000 Kilometer gelaufen, rund 40'000 davon um den Greifensee», rechnet er vor. Noch heute kehrt er einmal in der Woche in die Heimat zurück, die Laufstunde am See ist dabei obligat.

