Stotzig, gar steil abfallend, durchsetzt mit kleinen Felspartien und vielen Baumstümpfen: Das Terrain in der Burghalden ob Steg ist für die Kaschmirziegen ideal. Und was etwa in Marokko eine Touristenattraktion ist, geschieht hier so ganz nebenbei. Die Geissen klettern auf Bäume, um an begehrtes Grün zu kommen.
Die Poser am Hang
Vor allem aber geniessen es die Tiere, bei trockenem Wetter auf den Baumstümpfen zu posieren. «Manchmal kämpfen die Geissen richtig um die begehrten Plätze auf den Strünchen», erklärt Andreas Kurtz. Er führt ganz in der Nähe auf dem Hof Schürli eine Pferdepension und berät bei tierfreundlichen Stallbauten. Nebenbei betreut er aber auch die Ziegen-Herde «Goats save the queen».
Diese umfasste einmal 40 Tiere. Aktuell sind es noch 23 Ziegen zwischen einem und zwölf Jahren alt. «Wir halten die Kaschmir-Geissen wegen der Wolle», erklärt Kurtz. Doch die Tiere haben verschiedene Nutzungen. «Sie werden auch verwurstet oder für Trockenfleisch genutzt.»
Die Alpine Cashmere Association, der Kurtz angehört, setzt sich denn auch die Förderung der Kaschmirziegenzucht sowie hochwertiger Produkte aus Wolle, Milch, Fell und Fleisch zum Ziel. «Das Wohl der Tiere und die Würde von Mensch, Tier und Natur ist uns ebenso ein Anliegen wie ein hoher Qualitätsstandard von Verarbeitung und Produkten, die wir den Kaschmirziegen verdanken», heisst es auf deren Internetseite. Und der Steger teilt diese Philosophie.

