Kaum betritt Stress kurz nach halb Elf am Samstagabend die grosse H2U-Bühne auf dem Zeughausareal, fliegen die Arme in die Höhe. Die Fahnengalerie hinter ihm hat etwas von einem Turnerempfang.
Und tatsächlich ist der Rapper an diesem Abend so etwas wie der Vorturner, hält er doch das Publikum ständig in Bewegung. Kräftig unterstützt wird er dabei von der Sängerin Karolyn, «einer Powerfrau», wie Stress respektvoll sagt.
Schwierige Beziehungen
Während im Hintergrund eine überdimensionierte Ein-Dollar-Note der «United Stress of America» prangt, heizt der Sänger aus Lausanne den 2400 Zuschauerinnen und Zuschauern ein. Zwischendurch streut er auch immer wieder persönliche Erlebnisse, gerade auch aus dem Beziehungsleben.
Die Einleitung zu «Nightmare» etwa erzählt die Geschichte von einer seiner zwei «Ex»-Frauen, die bei vollem Tempo aus dem Auto aussteigen wollte und dann nur noch an der Türe hing.

