Am Anfang des 20. Jahrhunderts breitete sich eine Idee schnell in der ganzen Schweiz aus: die Schaffung von Ferienkolonien. «Die erste Aufgabe der Ferienkolonien muss sein, die Gesundheit des Kindes günstig zu beeinflussen», lautete einer der Leitsätze des Zürcher Pfarrers Bosshard. In Uster ging der Anstoss zur Gründung von der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirkes Uster aus.
Angeregt durch einen Vortrag an deren Generalversammlung 1902, schritten die Primar- und die Sekundarschulpflegen zur Tat und schufen eine «Ferienkolonie für die Primar- und Sekundarschüler des Primarschulkreises Uster.»
Gewichtszunahme als Ziel
Das Ziel bestand ursprünglich darin, vor allem armen und kränklichen Kindern einen einwöchigen Aufenthalt in gesunder Umgebung zu ermöglichen, wie der Historiker Hans-Rudolf Galliker in der vor wenigen Jahren erschienenen Schrift «Vereinsmeier» schreibt.
Die Ferienkolonien gliederten sich in den damaligen Trend zur Hinwendung zur Natur und zur gesunden Lebensführung ein.

