Ungewohnt viel Aufmerksamkeit erfährt das Haus gegenüber der ehemaligen «Linde» in diesen Tagen. Wegen der Bauarbeiten beim Kreisel stehen die Autos vor der nahen Verkehrsampel und es bleibt Zeit, es zu betrachten.
Tatsächlich kann sich das Gebäude damit brüsten, so einiges zum Leben in Turbenthal beigetragen zu haben. Denn ab 1915 bis 1964 wurde es als Gemeindeverwaltung genutzt.
Drei Gemeindepräsidenten
Gesehen hat es in dieser Zeit drei Gemeindepräsidenten. Da war der Spenglermeister Ernst Gubler, im Amt von 1913 bis 1937. Er wurde abgelöst vom Notar Fritz Meier, der von 1937 bis 1946 amtete. Dann kam es zu einem besonderen Wechsel, denn einige Stimmbürger taten sich schwer mit Meier und hoben Rudolf Ott auf den Schild.
Es lohnt sich eine Rückblende. Im Januar 1945 konnte man im «Tößthaler» lesen: «Gänzlich unerwartet erreichte uns die Nachricht vom raschen Hinschied unseres Mitbürgers und Gemeinderates Rudolf Stiefel-Gentsch. Nach kurzem Unwohlsein konnte er ohne langes Leiden zur ewigen Ruhe eingehen.»

