Die Sonne glitzert im Wasser. Ein Floss schaukelt unter den Wellen, die Sitzbank am Ufer ist noch unbesetzt. Daneben steht ein Plastikeimer – Kinder scheinen am Vorabend damit gespielt zu haben. Gefühlt befindet man sich in einer kleinen Bucht irgendwo am Mittelmeer, tatsächlich ist dies aber der Ausblick vom Naturfreunde Zeltplatz Aschbach in Maur auf den Greifensee.
Warum also bis nach Italien oder Frankfreich fahren, wenn man auch ganz in der Nähe das idyllische Ferienleben geniessen kann? Dieser Meinung sind Pat und Emily Widmer, die drei Wochen ihrer Sommerferien in Maur verbringen.
Vater und Tochter sitzen vor ihrem Zelt und spielen ein Würfelspiel. «Ich verliere gerade», sagt die 11-jährige Emily, lächelt aber dennoch. Zuhause sind die beiden in Zürich Altstetten, nur 30 Minuten von Maur entfernt. «Wir sind froh, das Stadtleben für eine gewisse Zeit hinter uns zu lassen», sind sie sich einig.
Vor allem Emily könne die Zeit in Maur jeweils kaum erwarten: «Sie fragt mich beim Skifahren im Winter schon, wann wir denn wieder an den Greifensee fahren», erzählt Pat Widmer mit einem Lachen.

