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Gesellschaft

Effretiker Hobbybrauer schafft es von der Garage ins Profi-Geschäft

Sie begannen mit einem Heimset während des Lockdowns, inzwischen liefern sie ihr Bier sogar an Restaurants. Aus Lust an der Geselligkeit hat eine Gruppe um den Effretiker Cyrill Strasser einen Verein gegründet – und damit eine lokale Biermarke geschaffen.

Wirklich geschäftig geht es in der Brauerei « Brüll!Bier » in Tagelswangen an diesem warmen Nachmittag nicht zu. Der Inhaber Andy Brüllmann sitzt auf einer Holzbank und schaut konzentriert in seinen Laptop. Vor ihm stehen drei grosse silberne Bottiche, in einem von ihnen, der sogenannten Würzpfanne, kocht gerade der Sud. Der süssliche Duft von Malz hängt in der Luft.

«Viel muss ich eigentlich nicht machen», sagt Maxim Morskoi und lächelt zufrieden. Der SP-Parlamentarier aus Illnau-Effretikon ist schon seit mehreren Stunden vor Ort. Als Mitglied des Vereins IGBA, der Interessensgemeinschaft Brau-Automation, die ihr Bier als Mieterin in der professionellen Anlange braut, ist es seine Aufgabe, den Prozess zu begleiten und Brüllmann zur Hand zu gehen. «Konkret bedeutet das vor allem zu putzen», meint er lapidar.

Dass ausgerechnet Morskoi vor Ort ist, mag Zufall sein – schliesslich zählt der Verein 15 aktive Mitglieder, die sich je nach Verfügbarkeit an der anfallenden Arbeit beteiligen. Doch es trifft sich eigentlich ganz gut. Ein beträchtlicher Teil der 1000 Liter, die an diesem Tag gebraut werden, ist für seinen grossen Tag bestimmt: seine offizielle Wahl zum Ratspräsidenten durch das Parlament.

Es begann mit einem Brauset

Nun aber steht der Schichtwechsel an. Morskoi muss in eine Sitzung eilen, für ihn übernimmt sein Freund Cyrill Strasser. Der 28-jährige Effretiker ist als erster Braumeister so etwas wie der Kopf hinter der Operation. Zusammen mit seinem früheren Arbeitskollegen Robin Kämpf, der als Präsident auftritt, hat er die IGBA mitten im ersten Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 gegründet.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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