Zahlreiche Turbenthaler nutzten im Armbrustschützenhaus die Gelegenheit, sich anlässlich des Referats von Bruno Keller darüber zu informieren, wie es im Krisenfall um den Bevölkerungsschutz in ihrer Gemeinde steht.
Keller ist noch bis Ende Jahr amtierender Kommandant der Kantonspolizei und hat als Leiter des Sonderstabs Covid-19 die Herausforderung im Krisenfall hautnah erlebt. Er berichtete von der Hauptproblematik, dass die Informationslage spärlich und teils widersprüchlich gewesen sei, die Bevölkerung aber eine klare und schnelle Entscheidung und Lösung von der Regierung erwartet habe.
Regeln für eine funktionierenden Gesellschaft
«Unser Auftrag ist, einen sicheren Lebens- und Arbeitsraum im Kanton Zürich zu gewährleisten – das geht manchmal nicht ohne Strafen», erklärte Keller den Anwesenden. Er versicherte, dass die Polizei bei der Ausübung ihrer Pflicht, Sicherheit und Ordnung zu wahren, genauso an Regeln gebunden sei, wie jeder andere Bürger auch.
Dieses Stichwort erhitzte das Gemüt vereinzelter Zuhörer, die ihren Unmut über Verkehrsbussen äusserten und anprangerten, dass die Polizei ihre Macht teils missbrauche und sich selbst nicht an die Regeln halte.

