Grundstein für neues Stadtquartier ist gelegt
Vor einem knappen halben Jahr haben die Bauarbeiten für die erste Etappe des «Metropol» mit dem Abriss des vormaligen «Trompete»-Parkdecks begonnen. Am Montag nun haben Architekten, Entwickler und Investoren gemeinsam den Grundstein für das 138 Millionen Franken teure Vorhaben gelegt.
In zwei Etappen wird nahe der reformierten Kirche Platz für Geschäfte, Restaurants, für Gesundheitsangebote, aber auch für Dienstleistungsbetriebe und Büros geschaffen. In den oberen Stockwerken wird es insgesamt rund 150 Mietwohnungen in der Grösse von 2,5 bis 4,5-Zimmer geben. 35 davon werden als Kleinwohnungen im zweiten Obergeschoss ausgestaltet. Konventionelle Wohnungen sind in den neun sechs- bis siebenstöckigen Türmen vorgesehen.
Eine wichtige Verbindung
«Das Metropol ist ein Versprechen für die Zukunft Wetzikons», meinte Matthias Reifler, Co-Geschäftsleiter der Wetziker Meierpartner Architekten. Das Büro ist mit acht Mitarbeitern an der Planung und Realisierung des grossen Neubaus beteiligt. Wetzikon habe bis heute kein richtiges Stadtzentrum. «Hier kann das neue Stadtquartier positive Signale setzen.»
«Hier wird ein wichtiger Stadtteil entstehen»
17.01.2022

Projektleiter der Wetziker Metropol-Überbauung
Die Metropol-Überbauung soll zu einem neuen Wetziker Quartier werden. Beitrag in Merkliste speichern Vor allem werde das Metropol-Projekt helfen, die bisher fehlende Verbindung zwischen der Bahnhofstrasse und dem Quartier rund um den Jörg-Schneider-Park zu schaffen. Die immerhin zehn Meter Höhendifferenz werden mit einer zwölf Meter breiten Treppe überwunden. «Das ist gut für die Zirkulation in Wetzikon.»
Velos erhalten Vorzug
Der Architekt schlug auch den Bogen vom 1972 eröffneten Einkaufszentrum «Trompete» zum «Metropol», dass auf dessen Grundplatte entsteht. Für den jungen Reifler habe der Konsumtempel «Trompete» zwei «tolle Innovationen» geboten, die ihm bis heute in Erinnerung geblieben seien: Kopfhörer, über die Musikbegeisterte sich die neusten Platten anhören konnten, sowie die automatisierte Geschirrrückgabe im damaligen Epa-Restaurant.
Die besondere Innovation des neuen «Metropol» seien die beiden Einstellhallen, die nur den über 600 Velos vorbehalten sein werden. «Für mich ist es das erste Projekt, bei dem die Velo- und nicht die Autozirkulation im Vordergrund steht.» Platz wird es allerdings auch für Autos noch geben, 174 Abstellplätze werden es sein.
Martin Strub, Manager des UBS-Fonds Sima, der das Grossprojekt finanziert, unterstrich auch die Bedeutung der Nachhaltigkeit, auf die bei diesem Vorhaben grossen Wert gelegt werde. Und Andreas Campi, Geschäftsführer des Bereichs Halter Entwicklungen, der das Projekt entwickelt und realisiert, betonte, dass an dieser Lage verdichtetes Bauen sinnvoll sei.
Anfang 2026 alles bezugsbereit
Gemeinsam warfen die Unternehmer die ersten Schaufeln Erde auf die Kiste mit Zeitdokumenten, die in das «Metropol»-Fundament eingelegt wurde. In den nächsten vier Jahren werden nun über der Kiste Bauten mit einer Kubatur von 120’000 Kubikmetern entstehen.
«Bisher sind 33 bis zu 3,5 Meter tiefe Pfähle gesetzt worden. Nun wechselt die Richtung. Wenn jetzt dann die erste Decke liegt, wird es rasch in die Höhe gehen», meinte Simon Kern, der seit dem 1. April den Bau leitet. 2024 soll die erste Bauetappe bezugsbereit sein, zwei Jahre später die zweite.
Von der «Trompete» zum «Metropol»
17.01.2022

Eine Wetziker Leidensgeschichte Anstelle des Wetziker Einkaufszentrums Trompete wird in den nächsten vier Jahren die Zentrumsüber Beitrag in Merkliste speichern
