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Gesellschaft

«Prävention und Früherkennung sind zentral»

Am Samstag fand in Wila ein Familienevent des Vereins Wila-Care auf dem Areal der Primarschule Eichhalde statt. Der Fokus lag auf der physischen und psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Mit dem vielseitigen Programm beabsichtigte der Verein Wila-Care hinsichtlich physischer und psychischer Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren, wie Mitorganisator und Pflegewissenschafter Peter Wolfensberger erklärte. Für die Erwachsenen wurden Hintergrundinformationen und alltagstaugliche Tipps geboten und die Kinder konnten ihr Wohlbefinden aktiv steigern – beispielsweise beim Dampfablassen in Noël’s Taekwondo-Schnupperstunde, dem Kinderschminken oder mit selbstgemachten Fruchtspiessli zum Zvieri.

«Es fühlt sich gut an, die coolen Zeichnungen auf dem Yogawürfel nachzumachen», strahlt die 7-jährige Vivienne aus Wila beim Achtsamkeitsparcours in der Turnhalle, den Desirée Ferri von der Kindermeditation Zauberchraft vorbereitet hat. Einfache, spielerische Übungen sollten bei Bedarf Entspannung in den Alltag zu bringen. «Die Kinder spüren sofort, wie gut es tut, den Atem bewusst zu lenken, indem sie mit dem Röhrchen einen Wattebausch fliegen lassen oder wenn sie eine Minute still eine Kerzenflamme beobachten», erklärte sie.

Sensibilisieren und Entstigmatisieren

In ihrem Fachreferat legte Simone Rössler, wissenschaftliche Assistentin am Psychologischen Institut der ZHAW dar, dass psychische Erkrankungen bei 10 bis 20 Prozent im Kindes- und Jugendalter häufig seien und während der Corona-Zeit nachweislich zugenommen hätten. «Prävention und Früherkennung sind wichtige Faktoren, um Verlauf und Behandlung günstig zu beeinflussen», erklärt sie.

Psychische Gesundheit sei als Prozess zu verstehen, in dem es darum gehe, eine Balance von Belastungen wie Schulstress und Problemen zu Hause und Ressourcen wie Selbstwirksamkeit und sozialer Unterstützung herzustellen. Unbehandelt bestehe bei psychischen Problemen die Gefahr chronischer Beschwerden mit tiefgreifenden langfristigen Folgen für Beruf, Beziehung und die körperliche Gesundheit.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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