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Gesellschaft

Energiewende zu Hause

Standpunkt-Autor Dominik Landwehr hat auf seinem Hausdach eine Photovoltaikanlage. Damit könnte er auch ein E-Auto aufladen. Doch Elektromobilität ist für ihn nur eine Zwischenlösung.

Seit ein paar Wochen ist unser Haus ein kleines Kraftwerk. Das ist für einmal ganz wörtlich zu nehmen: Wir produzieren Strom. Auf unserem Dach ist eine neue Photovoltaikanlage installiert, mit einer App auf meinem Handy kann ich sehen, was sich gerade tut.

Beim Schreiben dieses Artikels am Montag hatte unsere Anlage bereits am Mittag um 14 Uhr rund 25 Kilowattstunden Strom produziert, einen Teil davon verbrauchen wir im Haus, der andere Teil geht ans Netz.

Wir müssen umlernen. Nun laufen Geschirrspüler und Waschmaschine nicht mehr in der Nacht, sondern am Tag. Der Boiler wurde in der Vergangenheit ebenfalls in der Nacht aufgeheizt, nun heizen wir ihn mit Solarstrom zum Nulltarif. An einem schönen Sommertag können wir bis zu 50 Kilowattstunden Strom produzieren.

Damit könnte ein E-Auto mehr als 150 Kilometer weit fahren. Unser Haus verfügt bereits über eine gute Isolation und eine Wärmepumpe, trotzdem gibt es auch bei uns Optimierungsbedarf: So werden wir demnächst sämtliche Halogenlampen durch LED-Lampen ersetzen, insgesamt über 30. Eine LED-Leuchte braucht zehnmal weniger Strom als eine Halogenlampe. Kleinvieh macht auch Mist.

Wir haben uns in den letzten zwei Jahren vertieft mit dem Thema auseinandergesetzt und sind schnell zum Schluss gekommen, dass sich die Installation einer Photovoltaikanlage lohnt.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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