Der bald 100-jährige Riegelbau glänzt in (fast) alter Frische. Doch die Eingangstür ist seit 2007 verriegelt. Das Schild «Das Restaurant bleibt bis auf weiteres geschlossen» hing jahrelang dran, jetzt ist der Türrahmen übersät mit Spinnennetzen. Vor dem Eingang liegt ein Laubhaufen. Nächtigen hier wenigstens die Igel?
Seit 15 Jahren warten die Gäste des Landgasthofes Guldenen, der seit 1979 im Besitz der Zürcher Kantonalbank war und auf dem Pfannenstiel liegt, darauf, wie es weiter geht. Wird ein endlich ein neuer Pächter gefunden? Wird der ganze Bau abgerissen?
Wanderer, Biker und Langläufer konnten sich in den Jahren vor der Pandemie wenigstens an einem Food-Stand vor dem Gasthof verpflegen – mit Würsten, heissen und kalten Getränken. Doch auch diese Möglichkeit gibt es seit Corona nicht mehr.
Schumacher-Deal platzt
2000 war der Landgasthof schweizweit in den Schlagzeilen, als der damalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher das ganze Areal mit Gasthof kaufen wollte. Der Deutsche plante, ein Herrschaftshaus mit Reitstallungen für seine Gattin zu bauen. Schumacher schaute mit Familie im Wirtshaus vorbei, bestellte Rindsfilet Stroganoff und Spätzli.

