Fröhlich und frech lugt die kleine Rose durch das Kellerfenster. Sie scheint es zu mögen, dass man sie bewundert, schliesslich ist sie die erste in diesem Frühling. Sie hat noch zahlreiche Geschwister und verspricht, dass sich alle entfalten und den Busch rot färben.
Das Wetter dazu ist gut, feucht und warm. Hier im Keller ist es schön kühl, die ungewöhnliche Mai-Hitze findet draussen statt. Dies scheint das Röslein zu wissen, ohne den Betrachter ins unangenehme Freie zu locken, erfreut es seinen Blick hinter der Scheibe.
Was wir – also jeder und jede – tun können, um der drohenden Klimakatastrophe vielleicht doch noch etwas entgegensetzen zu können.
Da erhebt sich die Frage: was ist «hinter», was «vor» dem Glas? «Draussen» oder «drinnen» ist klar, bei den anderen wird es zu einem philosophischen Problem, dem ich nicht gewachsen bin. Was mich viel mehr beschäftigt ist, ob es jetzt immer so früh im Jahr so heiss wird und ob es regelmässig zu derart heftigen Regengüssen kommt, wie am 5. Mai, bei dem Keller überschwemmt und Bäume mitgerissen wurden?
Dabei geht es nicht mehr um theoretische Gedankenspielerei, sondern um nasse Tatsachen. Und um die wichtige Überlegung, was wir – also jeder und jede – tun können, um der drohenden Klimakatastrophe vielleicht doch noch etwas entgegensetzen zu können. Lassen Sie es uns angehen und der kleinen Rose eine Zukunft ermöglichen.

