Sabrina Sewer, der Musikverein Kempttal feiert heuer sein 125-jähriges Jubiläum. Das ist ein stolzes Alter.
Sabrina Sewer: Es ist tatsächlich faszinierend. Unser Verein hat zwei Weltkriege und jede Menge Auf- und Abs überstanden, das ist nicht selbstverständlich. Letztlich steht und fällt alles mit den Mitgliedern.
Und aktuell? Steht oder fällt der Verein?
Er steht. Als meine Schwester Jasmin als Vizepräsidentin und ich 2017 die Führung übernommen haben, stand der Verein kurz vor der Auflösung. Wir waren damals beide Anfang 20 und wollten etwas bewegen. Inzwischen können wir wieder auf 22 Mitglieder und eine Handvoll Musikerinnen und Musiker zählen, die regelmässig mit uns spielen. So kommen wir an den Konzerten auf gut 28 Personen. Sie sehen, es kann also schnell gehen.
Und dies trotz zwei Jahren Corona.
Es war nicht einfach, die Leute bei der Stange zu halten und wieder zurück in die Probe zu holen. Aber wir haben es geschafft und keine Mitglieder verloren. Diese Herausforderung hatten alle Blasmusikvereine zu meistern. Insofern ist der grosse Musikantentreff des Blasmusikverbands Zürcher Oberland, den wir am Sonntag anlässlich unserer 125-Jahr-Feier im Strickhof ausrichten dürfen, auch ein gemeinsamer Befreiungsschlag. Wir erwarten zwischen 400 und 500 Leute.
« Früher dominierten Märsche und Polka das Programm, heute werden auch zeitgenössische Stücke aus dem Radio und aus der Pop-Musik gespielt. »
Sabrina Sewer, Präsidentin des Musikvereins Kempttal

