Herr Kuhnt, Sie wurden zum Dübendorfer des Jahres 2021 gewählt, was für ein Gefühl ist das?
Achim Kuhnt: Mir gibt es eine Genugtuung. Denn ich sehe den Preis als Anerkennung für mein Lebenswerk, mein langjähriges Engagement für Dübendorf. Dabei hat in den ganzen Jahren immer eines das andere ergeben, geplant habe ich das nicht.
Einen Eintrag in die Dübendorfer Geschichtsbücher haben Sie ja allein schon dafür verdient, dass der FC Dübendorf 1983 unter Ihnen als Präsident den Aufstieg in die 1. Liga schaffte.
Als ich den Klub 1978 übernommen habe, war die erste Mannschaft in der 3. Liga. Ja, ich habe dann ein paar gute Entscheide gefällt, wir hatten aber auch das Glück, eine gute Juniorenabteilung mit diversen Talenten in der Hinterhand zu haben. Der zweifache Aufstieg wäre aber nicht möglich gewesen ohne den Trainer Damian Caduff und den tschechischen Profigoalie Miroslav Kovarik, der es gegnerischen Mannschaften praktisch verunmöglicht hat, Tore zu erzielen.
Trotz des Erfolgs haben Sie das Präsidium des Klubs 1985 wieder abgegeben. Wieso das?
Man sagt schliesslich immer, man soll auf dem Höhepunkt aufhören. Die Zeit beim FCD war sehr intensiv. Meine Frau und mein Sohn mussten sehr häufig auf mich verzichten, weil ich kaum mehr zu Hause war. Mein Sohn hat den FCD deswegen richtiggehend gehasst. Als ich den Klub verliess, waren wir nicht nur schuldenfrei – das war mir wichtig –, sondern hatten 45'000 Franken Barvermögen auf der Bank.
« Ich verfolge gerne andere Denkansätze und kann Menschen für neue Ideen gewinnen. »
Können Sie Fussball spielen?
Nein, eigentlich nicht.

