Jörg Henzelmann wohnt seit über 40 Jahren am Schönauweiher in Wetzikon. Bei seinen regelmässigen Spaziergängen ist er schon allerlei Tieren begegnet – vor kurzem beobachtete er eines, das ihm dort noch nie über den Weg gelaufen ist: einen Biber.
«Ich war mit meinem Hund spazieren, als ich das Tier im Weiher entdeckte. Ich schaute ihm einige Minuten lang aus vier bis fünf Metern Entfernung zu, ehe es verschwand», schildert der 79-Jährige das Erlebnis.
Überrascht habe ihn die Begegnung insofern, dass er in all den Jahren noch nie die Anwesenheit eines Bibers im Schönauweiher bemerkt habe; weder gab es sichtbare Spuren, noch Geräusche, die darauf hingewiesen hätten. «Vielleicht hat er einen Ferienausflug in die Schönau gemacht», witzelt der Senior.
Anpassungsfähiger Nager
Es ist aber auch durchaus möglich, als dass der Biber ein Weilchen dortbleibt, obwohl sich der Weiher mitten in Wetzikon befindet. Dass sich der Nager auf städtischem Gebiet niederlässt, sei nämlich nicht unüblich, wie Caroline Nienhuis von der Biberfachstelle des Kantons Zürich sagt. «Das Tier ist extrem anpassungsfähig und lässt sich vom städtischen Treiben um sich herum kaum stören.»

