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Neuer Markt mit speziellen Öffnungszeiten für Hinwil

Hinwil bekommt einen Markt. Jeweils am ersten Freitag im Monat werden auf dem Platz vor der katholischen Kirche regionale und saisonale Lebensmittel angeboten.

Vier der fünf Organisatoren: Peter Herren, Brigitte Wälchli, Fridolin Landolt und Daniela Lorenz (v.l.n.r.).

Foto: Christian Merz

Neuer Markt mit speziellen Öffnungszeiten für Hinwil

An diesem Freitag, dem 6. Mai startet der « Hiwiler Fiirabigmärt ». Er findet jeweils am ersten Freitag im Monat von 17 bis 20 Uhr statt – auf dem Platz vor der katholischen Kirche.  Es ist eine private Gruppierung aus fünf Leuten, die den Markt ins Leben gerufen hat. Unter ihnen Brigitte Wälchli, selbst erfahrene Marktfahrerin mit Wildkräutern und frisch gewählte Hinwiler Gemeinderätin (Die Mitte).

«Wir wollen den Hinwiler Produzenten eine Plattform für ihre Produkte bieten», sagt sie. «Und vor allem die Bevölkerung zusammenbringen.»

Treffpunkt für die Bevölkerung

Deshalb hat das Organisationskomitee auch das für einen Markt ungewöhnliche Zeitfenster am Freitagabend ausgewählt.

«Die Kundschaft wird dazu aufgerufen, Taschen und Säckli selber mitzubringen. »
Brigitte Wälchli, OK-Mitglied « Hiwiler Fiirabigmärt »

«Viele haben tagsüber nicht die Möglichkeit für ein geselliges Zusammensein», erklärt Wälchli. «Unser Markt soll ein Treffpunkt sein, wo man miteinander Zeit verbringen und auf das Wochenende anstossen kann.» Damit wolle man sich auch von anderen Märkten abheben.

Bild der katholischen Kirche Hinwil.

Rund 15 fixe Stände sind geplant, hauptsächlich mit Lebensmitteln. Verkauft wird Obst, Gemüse, Brotwaren, Müeslimischungen, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, ein Baumnussöl aus Ottikon, sowie Gemüsesetzlinge und Pflanzen aus der heimischen Gärtnerei und Handwerkliches.

Es hat Produkte aus konventioneller Herstellung, aber auch Bio und Demeter. «Nichts ist dazugekauft, alles ist saisonal», sagt Wälchli.

Ausserdem gibt es zwei Stände, die monatlich neu vermietet werden – an lokale Gruppierungen, Vereine oder Privatpersonen. Am ersten Markt verteilt die Gemeinde Hinwil an einem dieser Stände 500 einheimische Wildstauden an die Bevölkerung.

Nachhaltigkeit als Motto

Nachhaltigkeit ist dem Organisationskomitee ein wichtiges Anliegen. « Unser Konzept beinhaltet, dass wir mit möglichst wenig Verpackungsmaterial auskommen wollen », erklärt Wälchli.

So seien auch die Marktfahrer dazu angehalten, nur Verpackung einzusetzen, wo es lebensmittelhygienisch nicht anders möglich sei . «Und die Kundschaft wird dazu aufgerufen, Taschen und Säckli selber mitzubringen. » Am ersten Markt wird an einem Stand Aufbewahrungsgeschirr angeboten.

Begeisterung beim Gemeindepräsidenten

Zugegen sein wird am ersten Markt auch Gemeindepräsident Germano Tezzele (SVP). «Dieser Markt leistet einen wertvollen Beitrag für ein aktives Dorfleben», sagt er. «Ich finde das eine sehr positive Sache.»

Es sei eine gute Gelegenheit, die Bevölkerung von Hinwil zusammenzubringen. Auch dass Nachhaltigkeit grossgeschrieben wird, gefalle ihm. «In der heutigen Zeit ist das sehr wichtig und sinnvoll. Es ist notwendig, dass die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisiert wird.»

«Von einem Markt in Hinwil habe ich schon lange geträumt»
Brigitte Wälchli, OK-Mitglied « Hiwiler Fiirabigmärt »

Vor rund 15 Jahren habe es in Hinwil schon mal einen Markt gegeben – am Samstag . «Aber damals war die Zeit dazu nicht reif», erinnert sich Wälchli. «Die Leute gingen samstags lieber in die grossen Einkaufszentren, die damals überall gebaut wurden.»

Nun hat sich der Zeitgeist verändert. Regionale, saisonale und nachhaltige Produkte sind im Trend.

Vegi-Menü und Würste

Beim « Hiwiler Fiirabigmärt » gibt es neben den Verkaufsständen auch ein Verpflegungsangebot: Ein vegetarisches Menü und Getränke. Ausserdem gibt es Würste, die man in der Feuerschale im Pfarrgarten grillieren kann. Am ersten Markttag ist das Menü gratis  – solange Vorrat.

Für die Verpflegung zeichnet das Gastroteam des Triemenhofs Girenbad, der Teil des Vereins Zürcher Eingliederung ist, verantwortlich. In der Kafistube, die von den Hinwiler Landfrauen betrieben wird, wird Kaffee und Kuchen serviert.

Auch bei der Gastronomie wird grundsätzlich auf Einweggeschirr verzichtet und die Getränke werden nur offen ausgeschenkt.

Entscheidung Ende Jahr

OK-Mitglied Brigitte Wälchli schaut mit grosser Zuversicht auf die erste Ausgabe des Marktes am 6. Mai. «Von einem Markt in Hinwil habe ich schon lange geträumt», sagt sie. «Dass dieser Traum nun in Erfüllung geht, freut mich sehr.»

Bevor aber langfristig geplant werden kann, müssen nun zuerst Erfahrungen gesammelt werden. Ende Jahr entscheidet das Organisationskomitee, ob und wie es mit dem « Hiwiler Fiirabigmärt » 2023 weitergeht.

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