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«Eine grosse Ehre, dass Uster in diesem Jahr Premierenort ist»

Am 9. April startet die diesjährige Kurzfilmnacht-Tour. Bereits zum 20. Mal gastiert der Anlass in Deutschschweizer Kinos - und feiert heuer seine Premiere im Ustermer Kino Qtopia.

Start in Uster: 15 Filme werden an der diesjährigen Kurzfilmnacht-Tour gezeigt.

Foto: PD

«Eine grosse Ehre, dass Uster in diesem Jahr Premierenort ist»

Licht aus, Film ab, Ton an – und in der Welt des Kurzfilms versinken. Das können Zuschauerinnen und Zuschauer am kommenden Samstag im Kino Qtopia in Uster. Dann startet die diesjährige Kurzfilmnacht-Tour.

Bereits zum 20. Mal gastiert der Anlass in 12 Städten der Deutschschweiz und bespielt eine Nacht lang die Kinosäle. Die Tour umfasst vier kuratierte Programme, die während eines Abends einen aktuellen Blick auf das weltweite Kurzfilmschaffen werfen.

Das Publikum darf sich dabei auf eine ganze Reihe von Kurzfilmperlen freuen:

  • «Swiss Shorts» vereint fünf starke und überraschend unterschiedliche Filme von Schweizer Filmschaffenden.
  • «Umfallen, Aufstehen, Weiterfahren» widmet sich dem Thema Skateboarding und taucht in eine Welt ein, die bestimmt wird vom Streben nach Eigenständigkeit.
  • In der Kategorie «Sisterhood» zeigen vier Filme die Stärke von Beziehungen unter Frauen auf.
  • Die letzte Kategorie des Abends lässt zusammenzucken – aber mit einer ordentlichen Prise Humor: «Splatter Light».

Fans des Kurzfilm-Genres kommen so auch dieses Jahr auf ihre Kosten. Das Programm, das insgesamt 15 Filme umfasst, weiss in seiner Bandbreite und Vielfalt zu überzeugen und zeigt einmal mehr: Starke Schweizer Beiträge brauchen sich nicht vor internationaler Konkurrenz zu verstecken. 

Diese drei Werke müssen Sie gesehen haben

07.04.2022

Ustermer Kurzfilmnacht

Die Kurzfilmnacht in Uster vom 9. April bietet viele cineastische Perlen. Beitrag in Merkliste speichern Gesellschaftsthemen wie Sexismus, Rassismus, Jugend und Freiheit werden zum Gegenstand gemacht. Und dem Zeitgeist entsprechend stehen vor und hinter der Kamera starke Frauen.

Uster mit der Nase vor Zürich, Bern oder Basel

Welche Bedeutung der Anlass für die Stadt Uster hat, sagt der Kulturbeauftragte Christian Zwinggi: «Kurzfilme sind ein besonderer Kulturgenuss, den es zu entdecken gilt.» Es sei toll, dass das Ustermer Publikum gleich vor der Haustüre diese «kurzweiligen, cineastischen Reisen» antreten könne.

Zudem hält Zwinggi fest: «Es ist natürlich eine grosse Ehre, dass Uster in diesem Jahr Premierenort ist und für einmal die Nase vor Zürich, Bern oder Basel hat.»

«Die Filmkunst ist dank dem langjährigen Engagement des Kinos Qtopia ein fester Bestandteil des Ustermer Kulturlebens»
Christan Zwinggi, Kulturbeauftragter Stadt Uster

Uster, die drittgrösste Stadt des Kantons, verfügt allerdings im Gegensatz zu den genannten Städten nur über ein einziges Kino. Wie wichtig ist es also, gerade für die lokale Film- und Kulturszene, einen solchen Event nach Uster zu holen?

«Die Filmkunst ist dank dem langjährigen Engagement des Kinos Qtopia ein fester Bestandteil des Ustermer Kulturlebens», sagt Zwinggi. Toll sei, dass das Festival auch lokal verankerten Kunstschaffenden eine Plattform biete.

«So freue ich mich besonders auf den Film der Ustermerin Andrea Schneider. Bei einem schweizweiten Festival dabei zu sein, ist Anerkennung, fördert die Vernetzung und schafft neue Perspektiven.»

Lokalpremiere als Eröffnungsfilm

Schneiders Film «Emmen am See» wird am Samstag die lange Nacht des kurzen Films in Uster eröffnen. Ihr Kurzfilm steht ganz utner dem Motto: «Wir träumen uns die Welt, wie sie uns gefällt!»

Dabei behandelt sie den Verein Emmen am See, der sich für mehr Lebensqualität in der Luzerner Gemeinde Emmen einsetzt und sich auf dem Gelände des Militärflugplatzes ein Naherholungsgebiet mit einem See wünscht. Die Band Landsteiner hat diese Idee besungen – und daraus wurde im Musikvideo eine eigene bunte Vision des Emmensees erschaffen.

Die Filmemacherinnen werden an der Kurzfilmnacht vor Ort sein, um ihren Film vorzustellen und spannende Einblicke in ihre Arbeit zu geben.

Die 1986 in Uster geborene und aufgewachsene Schneider arbeitet seit 2011 und nach einem Studium an der Hochschule Luzern als freischaffende Filmemacherin, Animatorin und Illustratorin. Sie zeichnete unter anderem vor vier Jahren für das Musikvideo «Bouge ton coeur» der Schweizer Balkanband Suma Covjek verantwortlich.

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