«Ginge es nach mir, sollten wir den 1. April vorläufig aussetzen»
Michael Elsener, ich habe gelesen, dass Sie den 1. April toll finden und in Zeitungen immer auf die Suche nach falschen Geschichten gehen.
Michael Elsener: Ehrlich gesagt hat sich meine Freude über den 1. April in den letzten Jahren abgeschwächt.
Warum das?
Ich erachte ihn inzwischen einfach als sehr plump. Unter dem Jahr passiert so viel «crazy shit», wo wir denken, dass kann man doch gar nicht ernst meinen. Und so wird es immer schwieriger, noch absurdere Geschichten als die Realität zu erfinden. Deshalb sollten wir, ginge es nach mir, den 1. April vorläufig erst mal aussetzen.
Unser Medienunternehmen hat das nicht getan, sondern für einen 1. April-Scherz mit der Gemeinde Fehraltorf zusammengespannt. Darf ich Sie um eine kurze Einschätzung bitten?
Natürlich.
Jetzt flitzen Windhunde über die Pferderennbahn
01.04.2022

Fehraltorf atmet auf
Fehraltorf hat eine neue Attraktion. An Ostern finden dieses Jahr Windhunderennen statt.
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In Fehraltorf können die bekannten Osterrennen mit Pferden nicht mehr stattfinden, weil ein Bauer das Land umpflügte, um Winterweizen zu sähen. Stattdessen flitzen dieses Jahr Windhunde über die Rennbahn, Welpenkuscheln inklusive.
(lacht herzlich) Sehr gut! Und der Scherz …?
… ist, dass Windhunde kommen.
Nicht der Teil mit dem Bauern?
«Also der Scherz ist schon sehr glaubwürdig»
Nein, das hat sich wirklich so zugetragen im Herbst 2021.
Köstlich! Also der Scherz ist schon sehr glaubwürdig, weil so subtil. Vor allem auch, weil die Gemeinde mitzieht. Meistens sind ja April-Scherze als solche zu entlarven, wenn sie an einer Stelle völlig übertrieben sind. Wenn der ZO also behauptet hätte, dass der Hundekot besonders guter Dünger für den Winterweizen gewesen wäre. Aber so braucht ihr vielleicht am Ostermontag ein Care-Team.
Wofür?
Na für all die traurigen und enttäuschten Familien, die sich so auf die herzigen Hunde gefreut hatten.
Dieses Kurzinterview ist ein Auszug eines längeren Gesprächs, das mit Michael Elsener im Vorfeld seines Auftritts im Scala Wetzikon geführt wurde. Das komplette Interview lesen Sie in Kürze auf zueriost.ch
Über Michael Elsener
1985 in Zug geboren, steht er als 14-Jähriger ein erstes Mal als Stand Up Comedian auf einer Bühne. An der Kantonsschule Zug macht er seine ersten Gehversuche als Komiker, bevor er später als Journalist arbeitet und Politikwissenschaften an den Universitäten Zürich und Florenz studiert. Er bildet sich in Schauspiel und Improvisationstheater weiter. Seit 2006 tritt er als Comedian auf, ist bekannt für eine Parodien und Imitationen, etwa von Roger Federer. Derzeit tourt Elsener mit dem Programm «Fake me happy» durch die Schweiz. Neben dem Auftritt am 2. April im Scala Wetzikon gastiert er am 24. September im Volketswiler Parkhotel Wallberg.
