Nun wandern sie wieder auf Liebespfaden. Etwa von Mitte Februar bis etwa Ende April kehren die Frösche, Molche und Kröten ihren Winterquartieren unter Wurzelstöcken oder unter Steinen den Rücken und machen sich auf, um ihre Sommerresidenz – eher bekannt als Laichgewässer – zu beziehen.
Dort warten die Männchen auf die Weibchen. Dann wird … na ja, Sie wissen schon.
Wie bei Menschen, wenn die Hormone wallen, kennen die Amphibien dann nichts mehr, sie stürmen los, schauen weder links noch rechts, erkennen keine Gefahren und legen bis zu zwei Kilometer zurück. Über Stock und Stein, über Wiesen und Strassen.
Und dort ignorieren sie die grösste Gefahr. Denn schnell rollende Pneus sind unsensibel und nehmen keine Rücksicht auf liebestolle Froschwanderer. Ohne Rücksicht quetschen sie die Tiere platt.
Zum Glück gibt es immer mehr Menschen, die dem selbstmörderischen und mörderischen Tun Einhalt gebieten. Sie tragen die kleinen Lebewesen über die Gefahren oder bauen Amphibienunterführungen, wie etwa an der Tösstalstrasse zwischen Wila und Saland.

