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Gesellschaft

«Wir haben Leute im Team, die sind wie MacGyver»

2019 erhielt das Tösstal sein eigenes Repair Café. Im Interview erklärt Marco de Luca, der Leiter des Cafés, warum er mit seinem Team auf den Mars fliegen würde und weswegen es nun dringend Verstärkung braucht.

Herr de Luca: Wie steht es aktuell um das Repair Café Tösstal? Wird es gut genutzt?
Marco De Luca: Das Interesse war immer sehr gross. Ab 2020 mussten wir allerdings die Durchführung den Umständen anpassen. So konnten die Leute ihre defekten Dinge noch immer vorbei bringen, aber wir nahmen sie an einem Empfang entgegen. Ein Café gab es in diesem Sinne nicht. Der Andrang war jedoch auch da riesig.

Welche Dinge oder Geräte werden erfahrungsgemäss am häufigsten vorbei gebracht?
Sehr häufig werden Küchengeräte vorbei gebracht. Bei den Kaffeemaschinen sprengte es uns sogar beinahe den Rahmen. Es liessen sich extra zwei unserer Leute für die Reparatur solcher Maschinen ausbilden, doch das ist ein zeitraubender Prozess, dass wir sie nun nicht mehr entgegen nehmen und bei Anfragen auf Werkstätten verweisen müssen.

« Es werden leider auch Dinge mit kurzer Lebensdauer hergestellt, damit sie dann nach kurzer Zeit ersetzt werden müssen. »

Ausgerechnet Kaffeemaschinen? Was hat es mit denen auf sich?
Auch wenn es vielleicht nicht den Anschein macht, sind Kaffeemaschinen sehr komplexe Geräte. Da haben wir einerseits den elektronischen und mechanischen Aspekt, aber anderseits enthält eine Kaffeemaschine auch ein Wasser- und Heizungssystem. Da gibt es viele Dinge zu wissen und zu beachten. Kaffeemaschinen sollten gehegt und gepflegt werden und bereits beim Kauf gilt: Qualität zahlt sich am Ende aus.

Ein freiwilliger Mitarbeiter repariert eine Kaffeemaschine im Repair Café Tösstal in Turbenthal.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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