Gesellschaft

«Roxana» verursacht nur Sachschäden

Mit Spitzengeschwindigkeiten von über 80 Kilometern pro Stunde ist das Sturmtief «Roxana» in der Nacht von Sonntag auf Montag über das Oberland gezogen. Feuerwehr und Polizei mussten deshalb zu mehreren Einsätzen ausrücken.

«Roxana» verursacht nur Sachschäden

Die Kantonspolizei Zürich verzeichnete im Zusammenhang mit dem Sturmtief Roxana rund 60 Meldungen auf Kantonsgebiet –  ohne die Städte Zürich und Winterthur. Mehr als 50 Mal ist es durch umgestürzte Bäume oder abgefallene Äste, wie auch losgerissene Gegenstände zu Behinderungen von Strassen gekommen, verletzt wurde niemand.

In zahlreichen Fällen mussten die Ortsfeuerwehren oder Unterhaltsdienste beigezogen werden, um die Strassen frei zu räumen.  Weiter sicherte die Polizei Gegenstände wie Zelte, Blachen und Trampoline die durch die starken Windböen unkontrolliert umher wehten.

Baum gegen Wohnhaus

Wie die Feuerwehr Dübendorf-Wangen-Brüttisellen auf Twitter schreibt, leistete sie unter anderem an der Höglerstrasse einen Einsatz. Dort war ein Baum gegen ein Wohnhaus gekippt. Ebenfalls i n Dübendorf wurde ein Auto durch eine umgewehte Informationstafel beschädigt.

Auf der A1 bei Winterthur-Töss musste Isolationsmaterial einer Baustelle von der Fahrbahn geräumt werden. In Andelfingen kollidierte eine Autofahrerin mit einem umgeknickten Baum. 

Schäden gab es auch im Kanton Aargau. In der Nacht habe es insgesamt 27 Einsätze der Polizei und der Feuerwehr gegeben, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei auf Anfrage. Die Einsätze seien querbeet über den ganzen Kanton hinweg verzeichnet worden.

Mehrheitlich seien die Einsatzkräfte wegen umgestürzter Bäume und Abschrankungen ausgerückt. So sei etwa im Raum Wettingen an einer Baustelle ein Baucontainer umgekippt. Nach Mitternacht habe die Zahl der Einsätze abgenommen, hiess es weiter.

Gegen 23 Uhr sei wegen des Sturms zwischen Mülligen und Birmenstorf der Strom ausgefallen, schreibt die Kantonspolizei Aargau auf Twitter. Grund dafür dürfte ein umgeknickter Baum sein. Die Polizei habe die Notfall-Treffpunkte in Betrieb genommen.

Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bei diversen Polizei-Einsatzzentralen weiter zeigte, war die Situation im Kanton Solothurn weniger gravierend als befürchtet. Ein halbes Dutzend Bäume seien umgestürzt. Schäden habe es nicht gegeben, obwohl es recht stark gestürmt habe, sagte eine Sprecherin.

Ähnlich tönte es bei der Kantonspolizei Basel. Einige Abschrankungen an Baustellen seien vom Wind umgeweht worden. Die Zahl der Einsätze habe sich aber in Grenzen gehalten. Auch in St. Gallen leisteten die Polizei und die Feuerwehr über den ganzen Kanton Einsätze, wie die Kantonspolizei mitteilte, vor allem wegen umgestürzter Bäume.

Böenspitzen von 165 km/h

Auf den Berggipfeln hat der Sturm in der Nacht gewütet. So wurden gegen 22.15 Uhr am Sonntagabend auf dem Säntis SG laut MeteoNews und SRF Meteo Windböen von 154 Kilometern pro Stunde gemessen. Auf dem Pilatus LU waren es 148 km/h und auf dem Titlis LU gar 165 km/h.

Im Mittelland blieben die Windgeschwindigkeiten laut SRF Meteo meist unter 100 km/h. Das galt etwa für Basel, Steckborn TG, Wädenswil ZH, Freiburg, Altdorf UR und Glarus, wo die Windstärken zwischen 90 bis 96 km/h erreichten. Über 100 km/h waren es in Zürich und Luzern.

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