Der Garten ist verwuchert, vier Birken und viel Dornengestrüpp versperren den ursprünglichen Weg zum Hauseingang. Der Briefkasten vor der Garage ist im April 2021 in die Luft gesprengt worden. Eines der Fenster im Erdgeschoss soll wohl mit einem notdürftigen Gitter weitere Einbrecher fernhalten. Der Rest der hölzernen Fensterläden ist seit Jahrzehnten zu. Alle Rollläden sind unten.
Das zweistöckige Geisterhaus steht an der Lebernstrasse 1 in Ebmatingen in der Gemeinde Maur. Mitten in einer verkehrsberuhigten 30er-Zone – eigentlich beste Lage. Wer die Adresse im Internet eingibt, stösst rasch auf Bilder von Google Maps.
Die Aufnahmen stammen aus dem Jahre 2013. Schon vor neun Jahren sind beim geheimnisvollen Haus alle Fensterläden geschlossen. Immerhin: Beim Anblick des Gartens könnte man vor neun Jahren vermuten, dass wenige Monate zuvor einmal ein Gärtner seinem Job nachgegangen ist. Nur: Der Weg zum Eingang (rechts von der Garage) ist schon damals mit Unkraut und niedrigem Gestrüpp übersät.
Die «Maurmer Post» versuchte vor drei Jahren, Licht ins Dickicht rund um das Geisterhaus zu bringen.
Das unbewohnte Haus wurde 1974 gebaut. Laut einer Nachbarin, die anonym bleiben will, wohnte der Erstbesitzer fünf Jahre auf dem Grundstück. Wegen eines Job-Wechsels zügelte dieser danach in den Kanton Solothurn. Im März 1980 übernahm ein Arzt (Name der Redaktion bekannt) mit Jahrgang 1938 das Anwesen. Laut Auskunft des Grundbuchamts Uster hat sich daran in letzter Zeit nichts geändert.

