Herr Alasaad, ab dem 1. März dürfen auf dem Friedhof in Effretikon Menschen auf einem muslimischen Grabfeld beigesetzt werden. Was bedeutet Ihnen das?
Kaser Alasaad: Als Imam einer der grössten Moscheen im Kanton Zürich bedanke ich mich herzlich bei den Behörden der Stadt Illnau-Effretikon, dass sie dem Wunsch ihrer muslimischen Bürgerinnen und Bürger entsprochen haben. Ich sehe das als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung – auch für die Schweizer Gesellschaft generell.
Das sind grosse Worte.
Die Musliminnen und Muslime sind ein Faktor in der Gesellschaft. Sie leben und arbeiten hier und möchten ihre religiösen Bedürfnisse insbesondere im Krankheits- und Todesfall erfüllen. Deshalb sehe ich den Schritt auch als eine Willkommensgeste. Er zeigt, dass die Behörden im Sinne aller agieren. Gleichzeitig widerlegen sie auch das Vorurteil einiger Muslime, dass man hier nichts für sie tue. Dafür sind wir sind sehr dankbar.
Illnau-Effretikon öffnet Friedhof für Muslime
29.01.2022


