Die Effretikerinnen und Effretiker staunten nicht schlecht, als im September die Bahnüberführung wieder für den Verkehr freigegeben wurde. Nicht weniger als 17 Rad-/Gehweg-Schilder hingen links und rechts auf der frisch sanierten Brücke.
Es folgten Spott und Kritik, und auch die Politik schaltete sich ein. SVP-Gemeinderat Daniel Huber wollte vom Stadtrat erfahren, was dieser von diesem Schilderwald halte – und wieso er nichts dagegen unternommen habe.
Nun, vier Monate später, liegt die Antwort auf Hubers parlamentarische Anfrage vor. «Wir hätten uns eine andere Lösung gewünscht», schreibt der Stadtrat – und gesteht auch Versäumnisse ein. In den Projektplänen des Kantons sei die Signalisation ausgewiesen gewesen. Doch die Stadt habe sie übersehen.
Später, in den wöchentlichen Sitzungen mit der kantonalen Baudirektion und dem Projektverfasser, hätten Vertreter des städtischen Tiefbaus die Beschilderung mehrfach diskutiert und klar zu verstehen gegeben, dass sie diese nicht befürworten. Dennoch wurde das Projekt unverändert vom Regierungsrat beschlossen.
