Sandro Wirz ist der «Neue», das lässt sich noch nicht kaschieren. Pünktlich um 08:10 Uhr steht er am Eingang des Klassenzimmers. 20 Viertklässler schreiten über die Türschwelle, er begrüsst jeden einzelnen, die meisten fragt er mit entschuldigendem Unterton nach dem Namen. Gesichter sieht er keine. Nur Augen und Masken.
Es sind freilich nur die ersten Kinder, mit denen er sich heute auseinandersetzen wird. Auf seinem Einsatzplan stehen an diesem Morgen vier Lektionen mit vier verschiedenen Klassen und Altersstufen. «An Abwechslung fehlt es mir hier definitiv nicht», sagt er schmunzelnd.
Springerin findet Vikar
Zum Anfang des Jahres hat der 40-Jährige im Schulhaus Pünt in Uster eine Stelle als Vikar angetreten. Darunter ist im bildungstechnischen Sinne eine befristete Stellvertretung zu verstehen. Als Fachlehrer im Bereich der «Integrativen Förderung» und «Deutsch als Zweitsprache» soll er vor allem die Klassenlehrer und Schüler unterstützen. Eine eigene Klasse führt er nicht.
«Wir hatten auf dieser Stelle eine Vikarin, die bis Ende Dezember angestellt war. Dass wir am 3. Januar kurzfristig Herrn Wirz gefunden haben, ist ein Glücksfall», sagt Conny Christen. Die Schulleiterin, die im November selbst über eine Springer-Agentur in ihre Position vermittelt worden war, hatte den Kontakt über eine Vermittlungsplattform für Vikare hergestellt.

