Sie betreiben Hochleistungssport – doch statt einer Medaille an der Ziellinie, erwartet sie bei der ersten Pause der Tod. Der Vergleich mag drastisch klingen, doch leider passt er.
Die Realität sieht nämlich so aus: Millionen von Legehennen legen in der Schweiz fast täglich ein Ei. Nach knapp zehn bis zwölf Monaten kommen sie in die sogenannte Mauser, eine hormonell bedingte Auszeit. In dieser regenerieren sie ihren Legeapparat und wechseln ihr Federkleid.
Weil sie in dieser Phase während mindestens drei Wochen keine Eier mehr legen, sind sie wirtschaftlich nicht mehr rentabel. Folglich werden sie in den Tod geschickt und durch neue ersetzt.
800 Hennen in zwei Tagen
Glücklich sind da jene, die diesem Schicksal dank einer Legehennen-Aktion der Susy Utzinger Stiftung entkommen. Die nächste ist für den Freitag 14. und Samstag 15. Januar in Illnau festgesetzt. Dort werden 800 weisse Legehennen aus einem Betrieb privaten Interessenten zugeführt, die sich im Vorfeld bei der Stiftung angemeldet haben.

