Es war ein seltsamer Anblick am Schiffsteg in Maur. Mehrere Personen knieten in einem Abfallberg und suchten anscheinend nach etwas Bestimmten. Aber was genau? Diejenigen mit den gelben Westen sortierten daraus die verschiedenen Materialien. Eine andere Person, Ursula Stalder, durchwühlte den Abfall nach Gegenständen, die sie für eine Kunstinstallation in Fällanden brauchen kann.
Begleitet wurde die Künstlerin von Heinz Schmid von der Kulturgruppe Fällanden. Er ergänzt den Auftritt von Stalder: « Sie ist eine renommierte Künstlerin, die sich ausschliesslich mit Fundobjekten beschäftigt. Stalder ist regelmässig an den Meeren Europas unterwegs und sammelt dort Schwemmgut. »
Ohne Abfall keine Kunst
Es war der letzte Auftritt der Cleanwalkers in diesem Jahr. « Ziel » , so Michel Fässler, Gründer des Vereins, « ist nochmals grossflächig von den vier Standorten Greifensee, Niederuster, Bad Egg und Jugendherberge Fällanden das Gelände von Abfällen zu säubern. »
Um neun Uhr dreissig instruierten Marianne Trampe und Richard Kohler auf dem Parkplatz in Greifensee ihre Gruppe. Mit weissen Kesseln, der obligaten Greifzangen starteten danach kleinere Gruppen auf verschiedenen Wegen und entlang der Strassen. Eine davon gelangte an das Ufer, suchte dort nach Gegenständen.

