«Wetziker Flamme» an verdienstvolle Bürgerinnen und Bürger der Stadt
Nicht alle der ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträger war es am Donnerstagabend vergönnt, die Anerkennungsmedaille, das Zertifikat und den Barscheck im Wert von 500 Franken persönlich entgegenzunehmen. Einer der Geehrten wurde jedoch von seinem aktuellen Aufenthaltsort in Portugal zugeschaltet und konnte so seine Laudatio 1:1 mitverfolgen.
Die Hälfte Wetzikons in Vereinen engagiert
Rund 100 Vereinsvertreter und eine bemerkenswerte Anzahl von lokalen Parlamentariern fanden sich in der alten Turnhalle in Wetzikon zum feierlichen Akt ein. Dieser wurde von Stadtrat Marco Martino moderiert. Die Jugendmusik Wetzikon unter der Leitung von Arne Müller umrahmte den diesjährigen Vereinsapéro musikalisch.
Marco Martino stellte eingangs mit Freude fest, dass jede zweite Wetzikerin oder jeder zweite Wetziker in einem Verein eingebunden sei, entweder aktiv oder passiv. Die Vereine würden einen bedeutenden Beitrag zum Leben und damit auch zur wichtigen Lebensqualität in der Stadt leisten. «Den Mitgliedern der Jury ist es auch in diesem Jahr nicht leicht gefallen, aus einer doch grösseren Auswahl von Anwärterinnen und Anwärtern letztlich jene sechs Personen zu bestimmen, die den Sport- und Engagementpreis «Wetziker Flamme» am heutigen Abend entgegennehmen dürfen», führte Martino aus.
Mehrere Sportler geehrt
Martino fiel danach die Ehre zu, den Reigen der Reden für die sechs Preisempfänger einzuläuten. Er würdigte, dass in mehreren Belangen bemerkenswerte Engagement von David Mzee. Dieser sei seit einem Unfall auf den Rollstuhl angewiesen, habe aber seine Ziele nie aus den Augen verloren und sich zum Sportlehrer ausbilden lassen.
Zudem sei er auch mit seiner körperlichen Beeinträchtigung ein «Verrückter» und betreibe trendige Sportarten – von Wakeboarden über Skifahren und Kitesurfen bis hin zum Sporttauchen. Nicht zuletzt sei er in der harten Sportart Rollstuhlrugby ein eigentlicher Crack. Zudem habe er sich in Studien und Versuche einbinden lassen, die zum Ziel hätten, dass sich Menschen mit einer Lähmung wieder einigermassen selbstständig bewegen könnten.
Das Wirken von Motocross-Sportler Joel Stierli wurde von Wetzikons Gemeindeschreiberin Martina Buri gewürdigt. «Joel ist am heutigen Abend mit seinen 18 Jahren der jüngste Preisträger, hat jedoch in seinem bisherigen Sportlerleben bereits Bemerkenswertes geleistet», meinte die Laudatorin. Stierli vereinige jene Attribute auf sich, die es ihm ermöglichen, seine sportliche Karriere erfolgreich zu leben, an Leidenschaft und Ehrgeiz fehle es ihm nicht.
Stadtrat Remo Vogel schliesslich strich die herausragenden Auftritte von Behindertensportlerin Barbara Hug hervor.
Riesiges Engagement gewürdigt
«Raffaele Ferrari ist seit jeher mit Feuer und Flamme dabei, wenn es darum geht, im Verein anzupacken», strich Martin Probst vom Vorstand des Verbandes der Wetziker Ortsvereine, hervor. Ob bei der Cevi, beim FC Wetzikon oder in der SLRG engagiert: Raffaele Ferrari sei ein Mann für alle Fälle.
Wetzikons Stadtpräsident Ruedi Rüfenacht ehrte das Schaffen von Eugen «Geni» Manser. Zum einen im Vereinsleben, wo er die Geschicke beim FC Wetzikon und beim EHC Wetzikon während vieler Jahre geprägt habe. «Du hast nie den Blick für das Grosse und Ganze verloren», strich Rüfenacht hervor.
Martin Müllhaupt, in der Stadt Wetzikon für den Vereinssupport zuständig, würdigte das Wirken von Walter Hilty, der den Preis nicht persönlich entgegennehmen konnte. Hilty habe sich in der Freiwilligenarbeit engagiert. «Spitzenleistungen werden nicht nur im Sport, sondern auch im Bereich des gesellschaftlichen Lebens vollbracht», betonte Müllhaupt. Hilty sei im Verein Rollstuhlbus Zürcher Oberland quasi der Mann der ersten Stunde und habe während mehr als 30 Jahren Herausragendes geleistet.
(Marcel Vollenweider)
«Generation F» – Support für Vereinsarbeit
Im Rahmenprogramm der Preisverleihung referierte Dagmar Anderes, Geschäftsleiterin von «benevol Zürioberland», über die Bedeutung von Vereins- und Freiwilligenarbeit und den hierfür dringend notwendigen Support. In ihren Ausführungen betonte Anderes, dass Freiwillige Lebensqualität für alle schaffen würden. Deshalb sei es dringlich, ein breites Angebot an Hilfestellungen und Begleitung anzubieten.

