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So soll das Pfäffikon der Zukunft aussehen

Am Samstag, dem 6. November 2021, präsentiert der Pfäffiker Gemeinderat den Entwurf des Raumentwicklungskonzepts der Bevölkerung, den sie selbst aktiv mitgestaltet hat.

Pfäffikon heute. Wie wird es morgen aussehen? Das Raumentwicklungskonzept liefert mögliche Antworten.

Seraina Boner

So soll das Pfäffikon der Zukunft aussehen

Verkehr, Verdichtung, Freiräume – wie so viele andere Gemeinden muss sich auch Pfäffikon den grossen Fragen der Zeit stellen. Dementsprechend hatte sich der Gemeinderat die Erarbeitung eines neuen Raumentwicklungskonzepts für die laufende Legislaturperiode auf die Agenda gesetzt. Dieses wiederum wird die Basis für die künftige Richt- und Nutzungsplanung und die anstehende Revision der Bau- und Zonenordnung bilden.

Der Prozess, den man im August 2020 begonnen hatte und in den man mittels einer Kickoff-Veranstaltung und vier öffentlicher Workshops die Bevölkerung aktiv mit einbezogen hatte, neigt sich nun dem Ende entgegen. Am Samstag wird der erarbeitete Entwurf im « Chesselhuus » präsentiert, um ihn ein letztes Mal mit der Öffentlichkeit zu diskutieren. Danach soll das Konzept bei Bedarf ein letztes Mal angepasst, vom Gemeinderat verabschiedet und an der Gemeindeversammlung im März 2022 zur Abstimmung gebracht werden.

Das Konzept, das aus den Themen « Wohnen und Arbeiten » , « Freiraum und Erholung » sowie « Mobilität » besteht, trägt also zu einem erheblichen Anteil auch die Handschrift der Bevölkerung. « Es war ein sehr interessanter Mitwirkungsprozess » , blickt Gemeindepräsident Marco Hirzel (SVP) zurück. Und: « Die Pfäffiker Bevölkerung hat sich rege beteiligt. »

Wachstum im Zentrum

In der Annahme, dass die Bevölkerung bis 2040 um rund 2000 auf mehr als 14‘000 Personen ansteigen wird, wird eine Verdichtung unumgänglich werden. Sie soll vor allem in Wohn- und Mischzonen erfolgen, die mit dem ÖV gut erschlossen sind. Das Wachstum soll überdies vor allem im Zentrum durch die Bebauung von Baulücken aufgefangen werden. Gebiete mit mittelmässiger ÖV-Anbindung seien dagegen für grössere bauliche Entwicklungen weniger prädestiniert.

Gleichzeitig soll der Arbeitsstandort gestärkt werden und neue Arbeitsplätze insbesondere an zentraler Lage in Bahnhofsnähe geschaffen werden. Damit würde das Zentrum gestärkt und eine Anreise mit dem ÖV vereinfacht. Gewünscht wären dort vor allem in den Erdgeschossen publikumsorientierte Nutzungen, die den öffentlichen Raum beleben. In den Industrie- und Gewerbegebieten sollen die grossen Detailhandelsbetriebe nicht noch weiter zunehmen, damit das Zentrum nicht zusätzlich konkurriert wird.

Freiräume verbinden

Weiter ist im Konzept vorgesehen, dem Bedürfnis nach mehr Frei- und Begegnungsräumen in den Siedlungsgebieten zu entsprechen und genügend Möglichkeiten für alle Anspruchsgruppen zu schaffen. Dazu müssen auch neue solche Plätze entstehen, konkret vorgeschlagen wird etwa die Nutzung der Sophie-Guyer-Wiese. Das Angebot soll in allen Quartieren geboten werden, weshalb beispielweise auch im Industriegebiet im Westen ein Freiraum eingefordert wird.

Generell haben die verschiedenen Interessensgruppen Wert darauf gelegt, dass auch für künftig zu errichtende Freiräume genügend Platz bleibt und nicht alle Flächen verbaut werden. Diese Freiräume, auch die vielen Natur- und Erholungsgebiete, sind freilich gut zu vernetzen. So soll auf einer eigentlichen Achse vom Pfaffberg über den Bahnhof bis hin zum Seeufer ein guter Zugang für alle Anspruchsgruppen gewährt werden, die für den Langsamverkehr, auch dank Sitzgelegenheiten und Schattenwurf, speziell attraktiv. Eine Erweiterung der bisherigen Begegnungszone rund um die Seestrasse wird explizit gewünscht.

Tempo 30 in den Quartieren

Der zentrale, weil auch in Pfäffikon schon ewig thematisierte Punkt ist der Verkehr. Hier hat sich gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger, ganz dem Zeitgeist entsprechend, das Velo- und Fussgängerwegnetz ausbauen und aus sicherheitstechnischen Gründen voneinander trennen möchten.

Beim motorisierten Individualverkehr wünscht man sich eine Kanalisierung auf den Haupt- und Nebenachsen. Eine Umfahrung des Ortszentrums für den Durchgangsverkehr via einer Westtangente oder dem Ausbau der Zelglistrasse soll weiterhin geprüft werden. Für letztere könnte theoretisch auch eine teilweise überdeckte oder unterirdische Streckenführung noch zum Thema werden, wie Gemeindepräsident Hirzel sagt. « Es hat sich gezeigt, dass die Bevölkerung diese Lösungen nicht aufgeben will. »

Zwangsläufig wird im REK-Entwurf auch von Verkehrsberuhigung und Sicherheit gesprochen. Auf den Haupt- und Nebenachsen sei dabei sowohl auf den Gemeinden- wie auch den Kantonstrassen mittels baulichen und technischen Massnahmen eine Temporeduktion anzustreben. Auf den Quartierstrassen soll dagegen generell Tempo 30 gelten.

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