Verkehr, Verdichtung, Freiräume – wie so viele andere Gemeinden muss sich auch Pfäffikon den grossen Fragen der Zeit stellen. Dementsprechend hatte sich der Gemeinderat die Erarbeitung eines neuen Raumentwicklungskonzepts für die laufende Legislaturperiode auf die Agenda gesetzt. Dieses wiederum wird die Basis für die künftige Richt- und Nutzungsplanung und die anstehende Revision der Bau- und Zonenordnung bilden.
Der Prozess, den man im August 2020 begonnen hatte und in den man mittels einer Kickoff-Veranstaltung und vier öffentlicher Workshops die Bevölkerung aktiv mit einbezogen hatte, neigt sich nun dem Ende entgegen. Am Samstag wird der erarbeitete Entwurf im « Chesselhuus » präsentiert, um ihn ein letztes Mal mit der Öffentlichkeit zu diskutieren. Danach soll das Konzept bei Bedarf ein letztes Mal angepasst, vom Gemeinderat verabschiedet und an der Gemeindeversammlung im März 2022 zur Abstimmung gebracht werden.
Das Konzept, das aus den Themen « Wohnen und Arbeiten » , « Freiraum und Erholung » sowie « Mobilität » besteht, trägt also zu einem erheblichen Anteil auch die Handschrift der Bevölkerung. « Es war ein sehr interessanter Mitwirkungsprozess » , blickt Gemeindepräsident Marco Hirzel (SVP) zurück. Und: « Die Pfäffiker Bevölkerung hat sich rege beteiligt. »
Wachstum im Zentrum
In der Annahme, dass die Bevölkerung bis 2040 um rund 2000 auf mehr als 14‘000 Personen ansteigen wird, wird eine Verdichtung unumgänglich werden. Sie soll vor allem in Wohn- und Mischzonen erfolgen, die mit dem ÖV gut erschlossen sind. Das Wachstum soll überdies vor allem im Zentrum durch die Bebauung von Baulücken aufgefangen werden. Gebiete mit mittelmässiger ÖV-Anbindung seien dagegen für grössere bauliche Entwicklungen weniger prädestiniert.

