Supermärkte reagieren auf Vegan-Hype
Rund 38’000 Veganer und über eine Viertel Million Vegetarier leben in der Schweiz und Liechtenstein. Ernährten sich 2020 noch 0,3 Prozent der Bevölkerung so, sind es 2021 bereits 0,6 Prozent. Der Anteil der der vegetarisch lebenden Personen erhöhte sich von 3,4 auf 4,1 Prozent.
In der Mach-Studie werden die Umfrageteilnehmer seit 2015 nach ihren Ernährungsgewohnheiten gefragt. Seit 2019 erfasst die Umfrage auch Vegetarier.
Lebensmittelhersteller reagieren auf den Boom
Das Angebot an veganen Lebensmitteln in Supermärkten und Restaurants wird entsprechend dem Konsumentenbedürfnis rasant ausgebaut. Kurz nachdem die Migros kürzlich ihr «Ei ohne Huhn» – das erste vegane hartgekochte Ei – präsentiert hat, lanciert jetzt nun auch Lebensmittelgigant Nestlé am Montag, dem 1. November 2021 seine neusten veganen Innovationen.
Darunter befindet sich ebenfalls ein veganes Ei aus Sojaproteinen. Dieses ist nicht hartgekocht, sondern eignet sich eher als Rühreialternative. Erhältlich sei es bei Coop. Zudem komme eine vegane Shrimp-Alternative aus Algen, Erbsen und Konjakwurzel auf den Markt.
«Unser Forscherteam ist schon dabei, den Start der nächsten veganen Innovationen vorzubereiten», wurde Stefan Palzer, Nestlé Chief Technology Officer, in der Meldung zitiert.
Lidl steigert Umsatz dank Ersatzprodukten
Auch der Detailhändler Lidl Schweiz konnte bereits enorm vom «Vegi-Trend» profitieren. Er hat den Umsatz mit vegetarischen und veganen Ersatzprodukten gegenüber dem Vorjahr um 60 Prozent gesteigert. Zudem sollen diese Produkte neu eine klimaneutrale Bilanz aufweisen, teilte Lidl Schweiz am Montag mit.
Das entsprechende «V-Label» von Lidl umfasse gut 80 Produkte, heisst es weiter. Zusammen mit dem Frische-Angebot an Früchten und Gemüsen biete man nun eine Vielfalt von pflanzlichen Produkten für eine ausgewogene vegane Ernährung, gibt sich Lidl in dem Communiqué überzeugt.
(sda / jeh)

