Am Anfang dieser Geschichte steht Rosmarie Bühler-Wildberger. Sie hat bis vor sieben Jahren im stattlichen Oberhaus in Feldbach am Zürichsee gelebt. Und sie hat in den rund 50 Jahren, in denen sie dort wohnte, ein Familienarchiv aufgebaut und im Haus ein Museum eingerichtet. Tausende von Alltagsgegenständen, von Unterwäsche über Geschirr bis zu Butterfass oder Kinderwagen, dazu Briefe, Fotos und Dokumente hat die Haushaltungslehrerin geordnet und fein säuberlich beschriftet.
Arbeit im Zweierteam
Vor einigen Jahren dann gab es einen runden Tisch, an dem neben Stefan Bühler, einem Sohn von Rosmarie Bühler-Wildberger, unter anderem auch der Walder Autor und Historiker Martin Widmer sass. Was sollte mit dem Oberhaus geschehen? « In dieser Runde war der Konsens, dass es zunächst einmal ein Buch über das Haus brauche » , erzählt Widmer. Ihm schwebte eine Biografie vor. Und er wollte keine Auftragsarbeit schreiben. Deshalb ging er auf Geldsuche – und schaute sich nach einer Ko-Autorin um. « Als Mann alleine wäre ich bei all diesen Fragen um die Aussteuer nicht zurechtgekommen » , meint er mit einem Schmunzeln. In Elisabeth Joris fand er die ideale Partnerin. Die Historikerin ist Spezialistin für Geschlechtergeschichte im 19. und 20. Jahrhundert.

