Der Walder Märt ist gestartet
400 Jahre – so lange darf Wald schon einen Markt ausrichten. 1621 war dem Ort im Zürcher Oberland vom Rat der Reichsstadt Zürich das Marktrecht verliehen worden. An dieses historische Ereignis, das während des Dreissigjährigen Krieges stattfand, wurde am Dienstag mit dem Beginn des Herbstmarkts erinnert.
Pünktlich zur Mittagszeit liess sich auch die Sonne blicken, um das 400-Jahr-Jubiläum zu feiern. Zahlreiche Menschen schlenderten zwischen den rund 80 Ständen des traditionellen Warenmarkts, der sich zwischen Bahnhofstrasse und Schwertplatz befindet. Viele stillten ihren Hunger mit Marktschübligen, löschten ihren Durst mit dem eigens kreierten Marktbier oder gönnten sich zum Dessert eine Zuckerwatte.
Im Vorfeld des Anlasses hatte Initiant Andreas Honegger sogar der Marktzeitung neues Leben eingehaucht und eine neue Ausgabe publiziert. Am Dienstag auf dem Markt auf die Besonderheiten des Anlasses angesprochen sagte er: «Der Markt hier in Wald ist ein Ort, wo sich Menschen sehen und begegnen. Hier hält man noch einen Schwatz.» Für die Umgebung sei es zudem schon fast ein «Brauchtum» geworden, so Honegger.
(erh)

