Es scheint, als hätte die Sonne an diesem Nachmittag noch einmal die letzten Kräfte mobilisiert, um Daniel Müller, einen schönen Abschluss zu bescheren. Schwach drückt sie durch die Wolken, die Temperaturen sind angenehm mild. In der Ferne sieht man die Silhouette der östlichen Alpenkette.
« Viele Leute sagen, es sei ein schöner Herbst, aber das ist subjektiv » , sagt der Winzermeister und zuckt mit den Schultern. « Wenn Sie die ganze Woche im Büro sitzen und am Wochenende schönes Wetter haben, dann schliessen Sie halt schnell vom Kleinen aufs Ganze. Doch dieser Herbst war über weite Strecken auch nass. »
Was Müller damit sagen will: Es ist nicht alles Schwarz und Weiss. Und: Es geht nicht nur um die Menge oder ein einzelnes Jahr. Natürlich sei die Grundstimmung in der Branche aktuell gedrückt, zumal auch der Lockdown vielen das Geschäft vermiest hat. Doch für ihn ist das Glas halbvoll. « Unsere Ernte beträgt etwa 60 Prozent eines durchschnittlichen Jahres. Zusammengezählt mit dem, was noch in meinem Weinkeller übrig geblieben ist, werde ich ein sehr gutes Angebot haben. »
Das Highlight im Winzerkalender

