Der Pfiff des Zugbegleiters, dann das quittierende Pfeifensignal aus dem Lokführerstand: Die Zugkomposition der Wolfhuuser-Bahn, bestehend aus einem ehemaligen EW1-Steuerwagen ABt der Südostbahn mit Jahrgang 1978 und einem Schienentraktor Tm 2/2, Stadler, Baujahr 1960, setzt sich mitten in Wolfhausen in Bewegung.
An Bord des Kurses 10:35 Uhr ab Wolfhausen Zentrum befinden sich knapp 90 Passagiere. Der Publikumsansturm an diesem Tag überrascht auch die Veranstalter.
Zuerst ein Rucken, dann rasanter
Zuerst ruckt es, dann nimmt die 51 Tonnen schwere Komposition Tempo auf. Aber nicht zu viel. Auf dem Gleiseabschnitt beim Industrieareal der Firma Schulthess sind nur gerade zehn Stundenkilometer erlaubt. Danach geht es rasanter voran, abgebremst wird nur noch bei Wegquerungen.
Lokführer Roland Kauf befährt an diesem Tag den Geleiseabschnitt zwischen Wolfhausen und dem Ritterhaus Bubikon - diese Strecke ist das letzte verbliebene originale Geleisestück der einstigen Uerikon-Bauma-Bahn. «Wir fahren entweder in Sichttempo oder im Schritttempo, je nach Situation, aber allerhöchstens mit 20 Stundenkilometern», erklärt Kauf.

