Als die Sektion Zürich des VCS vor sechs Monaten das Programm ihrer diesjährigen Generalversammlung in der Alten Turnhalle in Wetzikon ankündigte, hatte sie sich wohl kaum ausmalen können, wie brandaktuell die Wahl ihres Leitthemas sein würde.
«SBB-Service- und Abstellanlage in Bubikon: notwendig, aber wohin damit?» lautete die Frage, die sie vom zuständigen SBB-Infrastruktur-Planer Daniel Bösch (Netzentwicklung Zürich Ost) und dem ehemaligen Verkehrsplaner und Ustermer Gemeinderat Paul Stopper unter der Leitung von Tages-Anzeiger Redaktor Marius Huber diskutiert haben wollte. Eine Frage, der der Zürcher Regierungsrat erst letzte Woche mit seiner Entscheidung, die Suche noch einmal neu zu lancieren, eine ganz andere Dimension verliehen hatte.
Nicht mehr gegen, sondern für etwas
So kamen die rund 20 anwesenden Hörerinnen und Hörer am Montag Abend in Wetzikon trotz der kontradiktorischen Positionen der Podiumsteilnehmer weniger in den Genuss eines hitzigen Schlagabtauschs, denn vielmehr einer detailreichen Präsentation von Erklärungen, Argumenten und Alternativen. Ein Umstand, der nicht zuletzt der neuen Ausgangslage geschuldet war. Man spürte: Ab sofort gilt es nicht mehr gegen etwas zu kämpfen, sondern etwas Neues zu finden.

