Paul Stopper, wie ist dieser Entscheid des Regierungsrats aus Sicht des Zürcher Oberlands einzuschätzen?
Pauls Stopper (BPU):Es ist ein sehr guter Entscheid für die Region. Vor allem aber ist es auch planungstechnisch richtig. In einer Präsentationsfolie an der Pressekonferenz wurde ein schönes Bild gemalt: «Abstellgleise neu aufgleisen» – genau darum geht es.
Dennoch sind weder der Standort Bubikon noch das Oberland generell vom Tisch. Gibt es denn bessere Alternativen?
Natürlich gibt es die. Ich durfte kürzlich für das Forum Feldbach, eine Interessensvertretung in einer der zwei anderen betroffenen Gemeinden, eine Studie machen, die ich dem Regierungsrat übergeben habe. In der werden viele Lösungen aufgezeigt.
Im Zürcher Oberland?
Nein, das muss ja nicht zwingend im Zürcher Oberland sein. Aber es gäbe zig andere Lösungen, ohne Kulturland zu überbauen. Mit dem heutigen Entscheid, den Variantenfächer neu zu öffnen, öffnet man auch neue Möglichkeiten. Bislang hatte man ja nur landwirtschaftliche Flächen evaluiert. Nun kann man auch versiegelte Flächen anschauen. Man könnte nun etwa die Aufhebung des Depot G und F in der Stadt Zürich stoppen und diese für Unterhaltsarbeiten nutzen. In Rapperswil gäbe es die Möglichkeit für Abstellgleise. Ja, theoretisch könnte man sogar das Areal der abgebrannten Bührer-Traktorenfabrik in Hinwil anschauen.
Zu teuer, sagen da die SBB. Müsste der Kanton bei Bedarf auch Geld in die Hand nehmen?
Für diese Diskussion ist es zu früh. Die beteiligten Parteien haben gesagt, dass es jetzt darum geht, die besten Standorte zu finden und dabei die richtigen Interessensabwägungen auch hinsichtlich der Natur zu machen. Ich bin sicher, wenn es zum Schluss nötig sein wird, dann wird auch das nötige Geld vorhanden sein. Das war in der Vergangenheit nicht anders.

