Es hört sich wie ein Déjà-Vu an: Als die Stadt Uster im August des vergangenen Jahres die Absage des Uster-Märts verkündete, hoffte Stadtrat Jean-François Rossier (SVP) noch, dass man im 2021 die Konzepte des Bundes für die Durchführung von Grossanlässen übernehmen und den Uster Märt durchführen könne. «Mit jedem Monat wissen wir besser, wie wir mit der aktuellen Situation umgehen müssen. Für den diesjährigen Uster Märt ist uns die Zeit nun aber leider davongelaufen», sagte er damals.
Etwas mehr als zwölf Monate später muss der Sicherheitsvorstand erneut kapitulieren: Die Zeit drängte wiederum und der Stadtrat hat auch den diesjährigen Uster Märt aufgrund der derzeitigen Coronavirus-Situation absagen müssen.
Die Absage der Wetziker Chilbi hätte eigentlich bereits ein Vorzeichen sein sollen. Dennoch hatte man in Uster bis zum letzten Moment gehofft. Es war aber alles umsonst, denn auch dieses Jahr wird sich die Stadt Ende November nicht in eine Partymeile verwandeln. Der Märt-Balken wird somit ein weiteres Jahr in der Horizontalen gelagert werden müssen und die Schausteller müssen das rot im Kalender markierte Wochenende in Uster aus der Agenda streichen. Das Risiko, sich und andere mit dem Virus anzustecken, war aus Sicht des Stadtrates und der Stadtpolizei nicht tragbar.
Zu viele Auflagen – zu wenig Ressourcen

