Ab Mai nächsten Jahres dürfte das kleine Kursschiff Heimat lautlos bis zu zwölfmal pro Tag zwischen Maur und Niederuster über den Greifensee gleiten. In seinem Bauch wird es dann statt eines Dieselmotors einen Elektroantrieb tragen. Dieser wird seinen Saft aus drei Batterien ziehen. Die Batteriegrösse bedingt ein Nachladen im Verlaufe des Tages zwischen den Kursen.
Die Umrüstung des Motorschiffs mit Jahrgang 1933 soll ab kommendem Februar in der Werft in Maur erfolgen. « Sollten die Lieferfristen für Batterien oder andere elektronische Instrumente sich unerwartet vor der Umrüstung verlängern, würden wir die Umrüstung auf den Winter 2022/2023 verschieben, damit im Sommer immer drei Schiffe im Einsatz stehen können » , erklärt Allen Fuchs, der das unter seiner Führung lancierte SGG-Projekt inklusive Beschaffung der Finanzierung leitet, den Plan B.
Bund und Kanton machen mit
Jetzt aber freut er sich, dass der Plan A – die Umrüstung der « Heimat » – aufgegangen ist. In seiner jüngsten Sitzung hat der Verwaltungsrat der SGG grünes Licht für die Umrüstung des Schiffes gegeben. Die Neumotorisierung wird die Luzerner Firma Shiptec AG vornehmen. « Aufgrund unserer Ausschreibung kooperiert Shiptec AG mit der Firma ZEM aus Norwegen, welche in den letzten Jahren eine stattliche Zahl von Schiffen auf Elektroantrieb umgerüstet hat, ergänzt Fuchs.

