Mit einem Jahr Verspätung konnte am Samstag die 109. Viehschau Illnau durchgeführt werden, dies im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums der Braunviehzuchtgenossenschaft Kemptthal und Umgebung. Auf dem Areal der Landi Zola in Illnau standen die total 88 Vierbeiner - 29 Fleckvieh-Tiere und 59 Braunvieh-Tiere - im Fokus der interessierten Besucherinnen und Besucher. Und genau beäugt von den Schauexperten, die unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien eine Gesamtwürdigung jedes einzelnen Tieres vornahmen.
Rahmen, Gangwerk, Becken, Euter
Den an diesem Tag anwesenden Landwirten und Züchtern sind die Kriterien zur Ermittlung der Rangliste bekannt. In Gruppen werden die Vierbeiner am Vormittag in ihrer auf dem Alter basierenden Wertungsklasse dem Schauexperten vorgeführt. Dem prüfenden Blick, etwa jenem von Stefan Gut aus Birmensdorf, entgeht kaum ein Detail. «Grundsätzlich geht es darum, von jedem Tier ein Gesamtbild zu ermitteln, stets mit dem anvisierten Zuchtziel vor Augen», erklärt Gut, der selber züchtet und als Landwirt tätig ist.
Der Schauexperte gibt nach einer intensiven Begutachtung seine Wertungen in vier Kategorien ab. Eine Kuh müsse mit ihrem Rahmen, ihrem Gangwerk, ihrem Becken und ihrem Euter überzeugen. Zum Schluss wurden mehrere Tiere ausgezeichnet, und deren Besitzer durften die prächtigen Wanderpreise entgegennehmen. Der Titel «Miss Illnau» ging an die Braunviehkuh «Epesse» aus dem Stall der Familie von Stefan und Thomas Rüegg in Dettenried. Das Tier gewann ebenso den Schöneuterpreis beim Braunvieh.

