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Gesellschaft

Corona lässt das Festzelt wachsen

Schritt für Schritt lassen sich Gräben überwinden. Dieses Rezept hat es an der Bundesfeier in Seegräben gegeben. Und dazu auch noch viel Regen.

« Die Sonne geht auf. » Die Blaskapelle Zimmerberg gibt mit dem Stück ihr Bestes. Schliesslich ist das ihr erstes Konzert nach 300 Tagen Zwangspause. Doch oben im Himmel wird sie nicht erhört und es regnet weiter.

Die eine Seite des Festzeltes neben dem Gemeindehaus Seegräben ist geöffnet. Trotzdem werden die gut 120 Besucherinnen und Besucher – Blasmusik inklusive – nicht nass. Das liegt zum einen daran, dass das Zelt fast doppelt so gross ist wie in früheren Jahren. Geschuldet ist dies den Corona-Schutzmassnahmen, die mehr Abstand zwischen den Leute verlangen. Zum anderen hat der kühlste Tag dieses « Sommers » – feuchtere gab es wohl schon gegeben – den einen oder anderen doch zu einem Stubentag verleitet.

Kappe abzugeben

Seegräbens Gemeindepräsident Marco Pezzatti hat dafür Verständnis, freut sich aber dennoch, dass an diesem 1. August im « Frühwinter » einige treue Seelen den Weg ans Fest gefunden haben. Während reihum andere Gemeinden bereits zum zweiten Mal hintereinander die Bundesfeier ausfallen liessen, wollte der kleine Ort über dem Pfäffikersee seinen Einwohnern wieder eine Begegnungsmöglichkeit schaffen.  « Ich hätte auch noch eine Kappe abzugeben an jene, die frieren » , scherzt Pezzatti.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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