Nun zeigt sich, ob die Rekruten daheim mehr Däumchen gedreht und Videospiele absolviert haben, statt den militärischen Lernstoff zu verinnerlichen. Wegen Covid sind erstmals überhaupt Rekrutenschulen im « Home Office » gestartet worden. Auch die Rekruten der Luftwaffen Nachrichtenrekrutenschule in Dübendorf haben die ersten drei Wochen ihrer Grundausbildung daheim in der Wärme vor dem Computer absolviert.
Diese Woche sind sie in die Theodor-Real-Kaserne eingerückt. Und das in grosser Zahl: 221 Rekruten zählt diese RS. Im Schnitt der letzten beiden Jahre waren es 193. Mit 56 Unteroffizieren und Offizieren ist der Anteil der Kader auch um 20 Personen höher als sonst üblich.
Technik machte zuerst nicht mit
« Das Distance Learning fand zum ersten Mal in dieser Form statt. Die Selbstdisziplin der Rekruten war ausschlaggebend für den Erfolg » , hält Oberstleutnant im Generalstab Thomas Ineichen fest. Er ist als Kommandant des Luftwaffen Trainingskommandos 82 auch für die Rekrutenschulen verantwortlich, die in Dübendorf jährlich zweimal durchgeführt werden. « Aufgund anfänglicher technischer Herausforderungen konnten nicht alle Ausbildungsinhalte absolviert werden. Die jetzigen Tests zeigen, ob der Ausbildungsstoff vermittelt werden konnte. »

