Seit vergangenem Montag hat sie nun auch in den Klassenzimmern der Primarschule Einzug gehalten: Die Maskenpflicht. Ab der 4. Klasse ist das Tragen einer Maske im Kanton Zürich nun während des gesamten Schulunterrichts obligatorisch. Die Massnahme sorgt teils für für radikale Reaktionen: In einer Klasse des Fischenthaler Schulhauses Bodmen werden mittlerweile bereits 11 von 21 Kinder im Homeschooling unterrichtet.
Homeschooling als politisches Statement
Eine der protestierenden Elternteile ist Susanne K.*, die der Maskenpflicht für Kinder sehr kritisch gegenübersteht. Für sie sei das Homeschooling ein politisches Statement. « Ich will überhaupt nicht die generelle Wirksamkeit der Corona-Massnahmen leugnen » , sagt sie. Doch dass diese verschärft würden, obwohl die Zahlen der Angesteckten runter gehe, ergebe für sie keinen Sinn. «B ei Kindern geht die Maskenpflicht nun wirklich zu weit. », sagt K.
Deshalb unterrichtet sie ihre älteste Tochter seit Montag im Homeschooling. Ihre beiden anderen Kinder besuchen nach wie vor die Volksschule, da sie noch nicht in der 4. Klasse sind. «Aber m ein Jüngster hat eine Schwäche im sprachlichen Bereich » , sagt sie. « Ich denke nicht, dass es seiner Entwicklung hilft, wenn die Lehrpersonen Masken tragen. » Da habe sie gemerkt: Man müsse sich nicht alles gefallen lassen. Und protestiert nun durch Abwesenheit.
Generell ist das Homeschooling für bis zu ein Jahr möglich, wenn keines der Elternteile eine abgeschlossene Lehrerausbildung habe. Vor dem Start müsse das Homeschooling der Schulgemeinde des Wohnortes sowie der Bildungsdirektion gemeldet werden. Die Kinder können jederzeit wieder in die Volksschule eintreten. « Ich war überrascht, wie unkompliziert das geklappt hat » , sagt K.

